Unterwegs im Trierer Land

An Obermosel, Saar und Ruwer

Wawern – Vom Rundfelsen bis Wawerner Bruch

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Blick auf Hamm (Saar)

In einem alten, ausgetrockneten Flussbett der Saar liegt heute die Gemeinde Wawern, mein heutiges Ziel. Einen offiziellen Rundweg gibt es hier zwar nicht, aber zwischen Saar, Weinbergen und dem Naturschutzgebiet „Wawerner Bruch“ verlaufen einige ausgeschilderte Wege und Walking-Strecken, an die ich mich halten kann, um mir meinen eigenen „Rundweg“ zu basteln. Also, auf geht’s ….

Mein Rundweg beginnt am Wawerner Sportplatz. Zwischen Sportplatz und Neubaugebiet Wawern führt ein Waldweg direkt in einen kleinen Buchenwald hinein.

Zu Beginn der Strecke gibt es leider keine Ausschilderung, ich bleibe einfach auf dem Hauptweg geradeaus bis ich schließlich auf einen kleinen Asphaltweg treffe, der in die Weinberge der Ayler Kupp hinaufführt. Es handelt sich hierdabei um den KulturLandschaftsWeg Ayl,  dem ich nun eine Weile folge und dabei die herrliche Aussicht hinunter nach Ayl genieße. (Wer sich für eine ausgedehnte Wanderung rund um die Ayler Kupp und die Saar entlang interessiert: Rund um die „Ayler Kupp“)

Schöner Blick auf Ayl und Richtung Saargau

Am Wasserwerk (einem großen Betonkasten) biege ich dann vom schönen Weinbergsweg nach links ab in den Wald und laufe nun wieder durch den Ayler Wald Richtung Wawern. Auch hier gibt es leider keine Ausschilderung (bitte GPS beachten!). Schon nach kurzer Zeit ist der Wald auch schon wieder zu Ende, der Weg führt nun wieder durch Weinberge, mit schönem Blick geht es hinab Richtung Saar.

Kurz bevor ich die Saar erreiche, biege ich nach links ab, und zwar nicht bis zum Radweg an der Saar entlang, sondern ich nehme den Wiesenweg in das Wawerner Tal hinein (auch mit Radweg bezeichnet) Richtung Wawern. Es geht nun bis nach Wawern mehr oder weniger geradeaus durch liebliche Landschaft.

Auf der ganzen Strecke begleiten mich an diesem schönen Frühlingstag die Laute eines Kuckucks.

Im Ort Wawern angekommen überquere ich dann die Straße und laufe nun hinauf in die Weinberge des Rundfelsen, dem Geschichtslehrpfad Wawern folgend. Auf 25 informativen Tafeln wird hier darüber berichtet, dass nicht nur die großen Städte, sondern gerade kleine Dörfer oft zu unfreiwilligen Schauplätzen der Geschichte wurden, u.a. geht es um Hexenverfolgung und die Geschichte der Juden in Wawern (Im 19. Jahrhundert war jeder zweite Wawerner Jude, die in der Reichskristallnacht zerstörte Synagoge wurde 1989 wieder restauriert).

Auf gut zu gehenden, leichten Weinbergswegen geht es weiter hinauf, mit schöner Aussicht auf die Saar.

Der felsige „Ritterweg“ führt hinauf zum Rundfels – das einzige steile Stück des Wegs. Hier sollte man allerdings, vor allem nach starken Regenfällen und natürlich bei Eis und Schnee besonders vorsichtig sein, denn der steinige Untergrund kann dann ganz schön glatt werden. Grundsätzlich ist der kleine Pfad aber kein Problem.

An einem so schönen, fast windstillen Tag wie heute ist der kurze „Ritterweg“ gut zu bewältigen.

Oben angekommen folge ich noch ein Stück geradeaus dem Weg in ein Wäldchen hinein (Wegweiser Grillhütte Wawern) und biege dann scharf rechts ab zur Grillhütte.

Die Grillhütte liegt direkt am Abhang und bietet einen tollen Blick auf die Saar, den Altarm, die Saarinsel mit Staustufe und Weinbergen sowie die kleinen Orte wie Hamm und Kanzem.

Panoramaansicht auf die Hammer Saarschleife

Zum Vergrößern aufs Bild klicken!

Weiter geht’s durch Wald, anschließend hat man von der Höhe einen schönen Blick auf das nächste Ziel, den „Wawerner Bruch“.

Blick Richtung Wawerner Bruch

An der Grillhütte der Freizeitanlage Hohlbuchhütte (mit Parkplatz) geht’s weiter hinab, bis ich wieder die Hauptstraße überquere und mich nun Richtung „Wawerner Bruch“ halte. Ein gut zu gehender Weg führt einmal um das Naturschutzgebiet herum.

Den „Schilf Pfad“, den ich im Internet gefunden hatte und der quer durch das Naturschutzgebiet führt, kann ich hier nicht erkennen, aber das ist vielleicht auch ganz gut so, es ist schließlich ein Naturschutzgebiet … (mehr Infos HIER). Ich folge zwar dem entsprechenden Hinweisschild, versinke aber schon nach wenigen Schritten knöcheltief im Sumpf. Rechts und links des Weges breitet sich in den ausgedehnten Schilfbeständen anscheinend das Moor aus …
Ursprung des Naturschutzgebietes war die Saar, die bis vor ca. 10.000 Jahren einmal durch das Wawerner Tal geflossen ist. Heute bietet der Bereich mit seinen weiten Schilfbeständen und Gehölzen ideale Brut- und Lebensräume für Tiere.

Auf dem Rundweg, der zwischen Naturschutzgebiet und Wawern entlang führt, hat man auf der einen Seite einen Blick auf die wilde Natur und auf der anderen Seite auf die Ortschaft mit seiner schönen Kirche.

Naturschutzgebiet Wawerner Bruch

Blick auf Wawern vom Naturschutzgebiet aus

Am Ortsrand von Wawern verlasse ich den Weg entlang des Naturschutzgebietes und gehe an der Kreisstraße entlang wieder zurück Richtung Sportplatz.

 

FAZIT:

Ein Kleinod ganz in der Nähe von Trier – von unberührter Natur bis zu herrlichen Aussicht von der Ayler Kupp und vom Rundfelsen ist alles dabei. Selbst die Kultur kommt mit dem Geschichtslehrpfad nicht zu kurz. Leider ist der Weg nicht durchgehend ausgeschildert, aber mit Hilfe von GPS gut zu erwandern. Kleines Manko ist der relativ hohe Anteil von Asphalt. Insgesamt aber ein durchaus lohnenswerter Weg, abseits der „großen“ Wanderwege.

Autor: Karin

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen (Johann Wolfgang von Goethe)

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