Unterwegs im Trierer Land

An Obermosel, Saar und Ruwer

Traumschleife „König Johann Runde“ Freudenburg

2 Kommentare

Die Region hat wieder eine neue „Traumschleife“! Seit Mitte Juni neu hinzugekommen ist die König-Johann-Runde in Freudenburg, nahe Saarburg. Der Weg wurde gemeinsam von der Saar-Obermosel-Touristik und der Ortsgemeinde Freudenburg geplant und umgesetzt und zeichnet sich insbesondere durch seine Naturnähe aus. Die Traumschleife wurde auch schon offiziell bewertet und zählt mit einer Traumquote von 81 Erlebnispunkte zu den am höchsten prämierten Wanderwegen der Region ….

    • Traumschleife – Rundweg
    • Weitere Infos auch hier: Saar-Obermosel Touristik
    • Weg: Waldwege und -pfade, Feld- und Wirtschaftswege, ganz wenig Asphalt
    • Länge: ca. 12 km
    • Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
    • Bewertung des Deutschen Wanderinstituts: 81 Erlebnispunkte
    • Höhepunkte:  Burgruine Freudenburg, Kollesleuker Schweiz, Leukbachtal, Buntsandsteinfelsen, Naturschutzgebiet Eiderberg, Aussicht vom Eiderberg
    • GPS Download HIER

Auf dem Weg aus Richtung Trier nach Freudenburg gerate ich hinter Saarburg erst einmal in eine fette Umleitung, die mich durch – zugegebener Maßen – schöne Landschaft und durch kleine Dörfer führt, deren Namen ich noch nie gehört habe … Mein eigentliches Ziel, Freudenburg, erreiche ich so ca. eine halbe Stunde später als geplant (die Vollsperrung/Umleitung dauert noch bis mindestens Ende dieses Jahres). Gott sei Dank war dies aber das einzige Hindernis auf meinem Weg.

TIPP für Anreisende aus Richtung Trier: Auf Grund der noch länger andauernden Straßensperrung hinter Saarburg (Stand 8/2019) ist eine Anfahrt nach Freudenburg über die B51 Richtung Serrig und Taben-Rodt zur Zeit am sinnvollsten.

Den Parkplatz an der restaurierten Stadtmauer mit Brunnenanlage und Sitzmöglichkeiten habe ich direkt und ohne Probleme gefunden. Er ist allerdings recht klein und bei größerem Andrang könnte es hier eng werden.

Alte Stadtmauer Freudenburg

Direkt am Parkplatz beginnt der Rundwanderweg mit einem kleinem Gang eine steile Treppe hinab und schon nach wenigen Minuten fühlt man sich direkt in schönster Natur. Zur Rechten begleitet mich eine steile Felswand, auf der die alten Häuser von Freudenburg stehen. Zur Linken ahnt man schon das nahe Leukbachtal.

Der Weg verläuft leicht bergauf und bergab an schönen Felsformationen entlang. Bei den kurzen, steileren Anstiegen helfen Trittstufen und Geländer.

Dann wird es imposant. Der Weg führt nun entlang der Burganlage des Namensgeber der Traumschleife, König Johann dem Blinden von Böhmen, Graf von Luxemburg. Die Überreste der Anlage aus dem 14. Jahrhundert thronen hoch über dem Wanderweg auf einem Felsenplateau, anschließend geht es bergab, ins Tal des Freudenburger Baches.

Burganlage Freudenburg

Nun führt ein längeres Wegstück durch Waldgebiet. Ich komme an der Freudenburger Grillhütte vorbei. Auch hier würde sich noch einmal eine Möglichkeit zum Parken bieten.

Gut gefällt mir, dass auch viele bereits existierende Wald- und Forstwege in den neuen Wanderweg mit eingebunden wurden.

Entlang eines Vogellehrpfades mit interessanten Infos über die Vogelwelt der Region geht es am tief eingeschnittenen Tal des Wenigbachs entlang durch schönste Waldlandschaft. Zwischendurch öffnet sich der Blick auch einmal für einen schönen Panoramablick über das Leukbachtal bis zu den Höhen des Saargaus und zurück Richtung Freudenburg.

Zum Vergrößern aufs Bild klicken!

Der Bachlauf zur Linken bildet die Landesgrenze zum Saarland.  Langsam geht es hinab an den ersten imposanten Felsen vorbei Richtung Herrenhaus „Untere Stegmühle“.

Blick zurück nach Freudenburg

An der „Unteren Stegmühle“  überquere ich die Fahrstraße und bin nun mittendrin im Leukbachtal. Der Weg führt weiter leicht bergab, links begleiten mich die Bachauen der Leuk, rechts die imposanten Felsformationen des Buntsandsteins.

 

Am „Pilzfelsen“ öffnet sich der Blick auf das kleine Dörfchen Kollesleuken.

Hier führt der Weg durch ein Wiesental leicht bergauf und bergab, anschließend durch einen Buchenwald und erneut an wunderschönen Felsformationen vorbei. Ganz besonders spannend ist der Weg ganz nah an den hohen Felsen entlang. Hier wurden zur Sicherheit der Wanderer extra Fußgängerstege und Geländer errichtet, denn es geht ganz schön steil nach unten.

 

 

 

Dann durchquere ich das Dörfchen Kollesleuken mit seiner schönen Kapelle. Der weitere Weg führt an einem Waldrand vorbei mit schönen Aussichten ins Wiesental der Leuk.

Nun folgt der erste nennenswerte Anstieg des Weges. Zunächst auf einem Waldweg, dann über einen Pfad mit Stufen an den besonders steilen Stellen geht es bergauf.

 

Nach einem weiteren Waldpfad mit schönen Felsformationen erreiche ich einen Rastplatz – die Möglichkeit zum Luftholen, bevor es hinauf zum Eiderberg geht. Erst einmal heißt es, vorsichtig
die L 131 zu überqueren. Die Autos haben es hier scheinbar ziemlich eilig – also Achtung! Die Straße ist aber gut einsehbar.

Auf der anderen Straßenseite ist der weitere Weg erst einmal etwas unübersichtlich. Wichtig ist, dass man das offene Feld zu seiner Rechten und die dichte Hecke zu seiner Linken hat, dann geht es immer weiter geradeaus hinauf, mit herrlichem Blick Richtung Saargau.

In der Ferne erkennt man sogar Freudenburg mit seiner Burganlage

Hier befinde ich mich schon im Naturschutzgebiet Eiderberg. Der rund 440 Meter hohe Eiderberg ist ein langgestreckter Bergrücken, der sich durch seine außergewöhnlich hohe Artendichte und -vielfalt auszeichnet. Hier wachsen im Frühsommer zum Beispiel heimische Orchideenarten wie das Purpur- und Helm-Knabenkraut, sowie der Fliegen- und der Hummel-Ragwurz. Davon profitieren auch viele Insekten, wie gefährdete Schmetterlingsarten, beispielsweise der Schwalbenschwanz oder der Himmelblaue Bläuling. Alle Wanderer haben hier also die besondere Verantwortung, die vorhandenen Pfade nicht zu verlassen und die seltenen Pflanzen unversehrt zu lassen!

Die Höhe des Eiderbergs ist gleichzeitig auch der höchste Punkt der Wanderung.

Nun führt der Pfad recht steil bergab (aufpassen bei Nässe!), zurück nach Freudenburg. Es geht vorbei am alten jüdischen Friedhof, der bereits im Dreißigjähirgen Krieg angelegt worden war, und ein kleines Stück durch den Ort, dann habe ich den Ausgangspunkt meiner Wanderung an der alten Stadtmauer wieder erreicht.

FAZIT:

Neben der im letzten Jahr eröffneten Traumschleife „Saar-Leuktal-Panorama“ ist die „König Johann Runde“ der zweite Premiumwanderweg entlang der Leuk. Diese Traumschleife wurde von den Machern als „schwer“ eingestuft, ich bezeichne sie hier aber als „mittelschwer“, denn bis Kilometer 8 wandert man eigentlich recht gemütlich durch die schöne Landschaft. Erst hinauf Richtung Eiderberg zwickt’s dann mal in den Waden, aber letztendlich ist der Weg gut machbar. Die Idylle des Leukbachtals mit seinen wunderbaren Felsformationen ist wirklich sehens- und wandernswert. Die Traumschleife liegt etwas abseits und wer Natur pur ohne großen Menschenauflauf sucht, der ist hier (noch!) genau richtig.

Nochmals zur Info: Zur Zeit (Stand 8/2019) bitte aus Richtung Trier kommend die Umleitung beachten!

 

 

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Autor: Karin

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen (Johann Wolfgang von Goethe)

2 Kommentare zu “Traumschleife „König Johann Runde“ Freudenburg

  1. Hallo Karin,

    klingt super und genau das Richtige für „unseren“ morgigen freien Tag (Feiertag in Luxemburg).

    Wieder einmal „vielen Dank“ für die guten Tourenbeschreibungen (ich finde ja die Angabe hinsichtlich Asphalt-Anteil sehr, sehr gut).

    Gruß aus Luxemburg
    Sascha

    • Danke! Und immer wieder gerne 🙂 Wünsche Euch eine schöne Runde und hoffentlich schönes Wetter!
      Falls ihr über die B51 anreist – bis hinter Serrig auf B51 fahren – so werden die Straßensperrungen auf der B407 vermieden.

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