Unterwegs im Trierer Land

An Obermosel, Saar und Ruwer

Welschbillig – Spitolsweg

2 Kommentare

Ein sonniger Tag im späten Februar – das heißt Sonne satt, knackig kalte Temperaturen aber herrliche Fernsicht und vielleicht auch schon ein Hauch von Frühling in der Luft. Um die Fernsicht bei diesem schönen Wetter bestens ausnutzen zu können, breche ich auf Richtung Bitburg, zu einer kleinen Wanderung rund um die schöne Ortsgemeinde Welschbillig …

    • Welschbillig – Spitolsweg – Rundwanderweg Nr. 13 der VG Trier-Land
    • Weg: Feld- und Wirtschaftswege, sehr wenig Asphalt
    • Länge: knapp 8 km
    • Schwierigkeitsgrad: leicht
    • Höhepunkte: Ruine der Wasserburg und Kirche in Welschbillig, ehem. Kloster Helenenberg, Geider Kreuz und Kreuzweg
    • GPS Download HIER

Der Rundwanderweg Nr. 13 der VG Trier-Land „Spitolsweg“ ist einer der vielen schönen, mit einem Baum gekennzeichneten Wanderwege im Gebiet Trier-Land und führt mich heute rund um Welschbillg. Bereits zu Römerzeiten war Welschbillig eine Art „Sommerresidenz“ des römischen Adels in Trier. Später dann erbauten die Trierer Kurfürsten eine Wasserburg, von der bis heute noch der Torbau mit den beiden Rundtürmen erhalten ist. Auch von der ehemaligen Stadtmauer sind noch Reste erhalten.

Ich starte meinen Rundgang direkt im alten Zentrum, an der nicht weniger imposanten St. Petrus Kirche. Mit Kirche, den Resten der Wasserburg und dem ehemaligen Kurfürstlichen Amtshaus kann man hier auch direkt die „Highlights“ von Welschbillig an einem Fleck bewundern.

Nach einem ausgiebigen Rundgang suche ich (zuerst vergebens) nach dem Einstieg in den Wanderweg.

Der Weg ist grundsätzlich gut markiert (mit dem bekannten grünen Baum und der „13“), aber zu Beginn fehlt mir ein Hinweisschild (zumindest finde ich es nicht …). Ich folge also meinem gps, biege in die Martinstraße ein und von dort nach wenigen Metern nach rechts in die Zollstraße.

Am alten Stadttor sieht es erst einmal so aus, als würde es nicht weitergehen. Aber hier beginnt nun auch die Markierung des Wanderwegs und ich folge dem Fußweg an der alten Stadtmauer entlang.

Ein schön angelegter Holzsteg führt mich aus dem Dorf heraus, ich gehe ein kurzes Stück entlang der Asphaltstraße und biege dann in einen Feldweg ein.

Innerhalb kürzester Zeit ist man also schon in freier Natur.

Über breite, auch jetzt im frostigen Spätwinter gut zu gehende Feldwege, gewinne ich leicht an Höhe und habe zu meiner Linken einen schönen Blick auf Welschbillig. Hinter dem Ort sieht man am schattigen Berghang das Schneefeld unterhalb des „Geider Kreuz“ – dorthin führt mich der Weg dann zum Abschluss der Runde.

Den Blick voraus geht es weiter über Feldwege und schon kommt das ehemalige Kloster Helenenberg in Sicht.

Schon nach kurzer Zeit ist der höchste Punkt erreicht und ich gehe weiter über Feldwege und weite Wiesen. Die Schneereste am Wegesrand lassen die kühlen Temperaturen erahnen .

Ein schöner Rastplatz mit Blick auf Welschbillig und die dahinter liegenden Höhen von Moseleifel und Hochwald.

Blick zurück nach Schilzenburg

Helenenberg

Das ehemalige Kloster Helenenberg liegt an der Bundesstraße 51 Richtung Bitburg (jeder kennt es wahrscheinlich vom Vorbeifahren) auf einer Anhöhe. Das spätgotische/barocke Gebäude hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Gegründet als Klosteranlage, dann Übergang in Privatbesitz mit vielen An- und Umbauten, später Waisenhaus. Heute ist hier ein Jungendhilfezentrum untergebracht.

Zwischen Helenberg und dem weiteren Weg zurück nach Welschbillig wird man auf der Strecke fast ununterbrochen mit herrlichen Fernsichten verwöhnt.

Schilzenburg auf der Höhe und Welschbillig im Tal

Nachdem ich zuerst ein Stück geradeaus bergab Richtung Welschbillig gehe biegt der Wanderweg dann nochmal scharf rechts ab, Richtung Geider Kreuz. Diesen Abstecher sollte man sich nicht entgehen lassen!

Die Höhe des Geider Kreuz ist nicht nur die letzte Station eines von Welschbillig hinaufführenden Kreuzwegs sonder auch ein wunderschöner Aussichtspunkt mit mehreren schönen Sitzgelegenheiten, Tischen und Sinnesbänken – da hat sich jemand wirklich Gedanken (und viel Arbeit) gemacht.

„Der Kreuzweg zum Geider Kreuz existiert seit 1984. Mit Sandsteinkreuzen wurden 1988 die einzelnen Stationen dargestellt und im Jahre 2000 mit Bronzereliefs, entworfen von Pater Rudolf Fritz SMM, ergänzt.
Die Reliefs weichen teilweise sehr von den uns bekannten Kreuzwegdarstellungen ab und weisen weit über die geschichtlichen Ereignisse von vor 2000 Jahren hinaus. Sie stellen eine Verbindung zur heutigen Wahrnehmung unserer Welt dar. Leben ist nur möglich, wenn Menschen Gott nicht aus den Augen verlieren.“
(Textquelle: Heimatfreunde Welschbillig)

Im Jahr 2012 bauten die Mitglieder der Heimatfreunde Welschbillig dazu noch einen stabilen Handlauf entlang des Kreuzwegs, der mit heute, beim Abstieg auf dem an manchen Stellen spiegelglatten Kreuzweg, gute Dienste erwiesen hat!

 

Welch phantastische Aussicht! Vom Geider Kreuz hinab blickt man genau auf das „Herz“ von Welschbillig mit seiner Kirche, den Überresten der Wasserburg und dem ehemaligen Kurfürstlichen Amtshaus. Und darüber hinaus kann man noch die wunderbare Fernsicht weit in die Eifel hinein genießen.

 

 

Über den Kreuzweg geht es dann steil hinab, direkt zur Kirche von Welschbillg und zum Ausgangspunkt der Tour.

FAZIT:

Manchmal passiert es einfach: Man will vielleicht einfach nur raus, ein bisschen die ersten Sonnenstrahlen des nahenden Frühlings genießen, plant „nichts besonderes“ und entdeckt quasi im Vorbeigehen ein richtiges Kleinod … So kam es mir jedenfalls bei diesem Rundweg vor, den ich ohne große Erwartungen begonnen und letztendlich richtig genossen habe. Das schöne Wetter hat da natürlich auch eine Rolle gespielt. Dazu kommen die tolle Aussicht auf fast der gesamten Wanderung und die vielen kulturellen Höhepunkte am Wegesrand – von den Überresten der Wasserburg bis zum Geider Kreuz. Kurzum: mir hat es gefallen!

Advertisements

Autor: Karin

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen (Johann Wolfgang von Goethe)

2 Kommentare zu “Welschbillig – Spitolsweg

  1. Hallo Karin,
    das ist nicht der 1. Weg, den Du online stellst, von den „NEUEN“ mit dem grünen Baum.
    Ich versuche ganz eifrig an eine Karte mit diesen Wegen zu kommen.
    Hast Du sowas ?
    Würde mich über einen Tipp von Dir freuen, wie ich mehr über diese Wege erfahren kann.
    Danke Dir
    Bis bald
    LG Freia

    • Hallo Freia!
      Die Wege mit dem Baum werden ja von der Verbandsgemeinde Trier-Land betrieben. Die haben ihren Sitz in der Deutsch-Luxemburgische Tourist-Information in Wasserbilligerbrück (in dem bunten ehemaligen Zollhaus direkt an der Grenze). Vlt. kommst du beim nächsten tanken da ja mal vorbei? Website: https://www.lux-trier.info – oder mal anrufen: 06501-602666. Vielleicht schicken die auch Material zu.
      In diesem Sinne – weiterhin viel Spaß beim Wandern im Trierer Land!

      Karin

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s