Unterwegs im Trierer Land

An Obermosel, Saar und Ruwer

Traumschleife „Saar-Leuktal-Panorama“

Saartal – Serrig

Nun hat auch Trassem, in der Nähe von Saarburg, einen Premiumwanderweg! Die Traumschleife „Saar-Leuktal-Panorama“ wurde in diesem Jahr angelegt und bereits im August der Öffentlichkeit vorgestellt, obwohl die offizielle Eröffnung erst für das kommende Frühjahr geplant ist. Ungeduldig wie ich bin, möchte ich bei diesem schönen Herbstwetter aber nicht so lange warten und schaue mir diese neue Traumschleife direkt mal näher an …

    • Premiumwanderweg – Traumschleife „Saar-Leuktal-Panorama“
    • Weg: Feld- und Wirtschaftswege, Waldwege und -pfade, etwas Asphalt
    • Länge: 11 km
    • Schwierigkeitsgrad: mittel
    • Höhepunkte: Leuktal, Kreuzkirche, Aussichtspunkt Preußisch Kupp
    • GPS Download HIER

Auf der B51 fahre ich also Richtung Saarburg und biege kurz hinter Saarburg nach rechts Richtung Trassem ab. Dann folge ich der Landstraße durch Trassem hindurch auf der L131 bis zum Ortsende. Kurz vor dem Ortsausgangsschild biege ich nach links ab (zu einem Hotelparkplatz) und dann direkt wieder links – der kleine Parkplatz an der Leuk liegt am Ende einer kurzen Schotterstraße.

Dann kann es auch schon losgehen, denn der Parkplatz liegt direkt an der Traumschleife. Der Weg führt über die extra neu gebaute Brücke über die idyllisch fließende Leuk.

Mutige können auch die Brücke meiden und Trittsteine verwenden …

Leuk bei Trassem

Die Traumschleife startet entlang des renaturierten Leukbachs. Durch ein idyllisches Wiesengelände mit Streuobstbäumen, in denen natürlich zu dieser Jahreszeit in Hülle und Fülle Äpfel leuchten, führt der Weg zum Ortsteil Perdenbach.

Beim Blick zurück kommt die schöne Kirche von Trassem in Sicht.

Noch ist der Morgen frisch und kühl, aus den Wiesen der Leuk steigen die letzten Nebel hinauf. Mitten im weiten Wiesental steht einsam eine Sinnesbank … Sehr verlockend, aber selbst für mich, nach diesen wenigen Metern, noch zu früh zum rasten.

Dann führt der Weg kurz hinein nach Trassem, am letzten Bauernhof gehe ich links vorbei den Berg hinauf. An weiteren Streuobstwiesen und einer Pferdekoppel vorbei gewinne ich leicht an Höhe und erhalte so nochmals einen schönen Blick zurück auf das Dorf.

Eine Bank auf einer Wiese bietet hier nochmals einen schönen Blick zurück auf Trassem.

An Wiesen vorbei führt der Weg plötzlich steil hinab in den Wald und anschließend wieder langsam bergauf.

Vorbei an einem hübschen Wegekreuz mit Bank gehe ich weiter gemächlich den Berg hinauf. Schöne Wiesenwege wechseln sich mit kleinen Wäldchen ab und so nähere ich mich langsam der „Kreuzkapelle“.

Im Jahr 1704 erbaute Johann-Peter Raach die Kreuzkapelle an dem Ort, an dem er – geschichtlichen Aufzeichnungen zufolge – von einer Krankheit geheilt worden ist. Heute ist die Kreuzkapelle ein beliebtes Ausflugsziel. Während die einen kommen, um zu beten, nutzen andere das schattige Plätzchen vor dem Gebäude zur Rast.  Vor rund 30 Jahren wurde die Kapelle zuletzt renoviert. Im Jahr 2007 hat sich der Saarburger Zweigverein des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) des kleinen Gotteshauses angenommen und dessen Innenraum wieder auf Vordermann gebracht.

Es geht weiter durch den Wald auf schönen Waldpfaden. Wenn’s besonders steil wird helfen Trittstufen weiter.

Über gut zu gehende Wald- und Feldwege führt der Weg nun ansteigend hinauf Richtung Kruterberg. Teilweise geht es quer durch den Wald, schwierigere Passagen sind auch hier durch Trittstufen gut zu meistern.

Auf der Höhe des Kruterbergs hat man eine schöne Fernsicht bis nach Kahren und zum Wasserturm des Hostebergs. Die Aussicht auf den Hosteberg konnte ich unlängst auch schon einmal von der „anderen Seite“, von der Traumschleife „Mannebach 111“ aus, erleben.

Kahren und Hosteberg

Der Haupthochwasserbehälter des Kreiswasserwerkes Saarburguf steht auf der höchsten Erhebung zwischen Leuk und Mosel, dem 435 Meter Hosteberg. Der Hosteberg ist das Hauptwerk der 1912 errichteten Wasserversorgung von 40 Gemeinden des Saargaus.

Die Sicht fällt außerdem auf die Vororthäuser von Saarburg sowie den Wasberg mit seinem Ferienpark. Vom Wasberg aus hat man übrigens eine tolle Sicht auf Saarburg und die Burg (siehe auch meine Tour Rund um den Warsberg)

Der Weg führt jetzt scharf nach rechts, von hier aus habe ich eine tolle Sicht auf den Fernsehturm von Ockfen/Schoden, an dem man auf der Wanderung auf dem Saar-Riesling-Steig ganz nahe dran vorbeikommt.

In Serpentinen geht es nun die Hangkante des Kruterbergs abwärts über schöne Waldwege. Ab und zu öffnet sich der Wald und ich habe schöne Sicht ins Saartal bis nach Serrig. Im Winter oder frühen Frühjahr, wenn die Bäume noch kein Laub tragen, kann man von hier aus auch direkt hinunter nach Saarburg schauen.

 

Jetzt geht es wieder etwas bergauf – Richtung Schutzhütte „kleine Heide“. Hier bietet sich Gelgenheit zu einer willkommenen Rast im schattigen Wald.

Schutzhütte Klein Heide

Anlschließend geht es weiter durch den Wald, den Berg hinauf Richtung Aussichtspunkt „Preußisch Kupp“.

Waldwege, naturnahe Wege und Waldsaumwege führen an Wiesen und Feldern vorbei bis auf die Höhe. Ein schöner, ruhiger Wegabschnitt, auf dem kaum ein Geräusch zu hören ist.

Dann gehe ich an Streuobstwiesen vorbei zur „Preußisch Kupp“, dem höchsten Punkt der Traumschleife. Hier bietet sich noch einmal eine herrliche Aussicht vom Windpark Kirf bis zu den Hügeln von Luxemburg.

Über einen Höhenweg geht es hier eine Weile entlang von abgeernteten Feldern und mit der schönen Aussicht immer im Blick. Links des Weges, Richtung Saartal, kommen schon die ersten Häuser von Kastel Staadt in Sicht. Von hier aus hat man über einen Verbindungsweg die Möglichkeit, auch noch die Traumschleife Kasteler Felsenpfad zu erwandern.

Auf der Preußischen Kupp ist, wie schon gesagt, der höchste Punkt der Wanderung erreicht, von nun an geht es nur noch sanft bergab. Dabei wechselt sich die Vegetation immer wieder ab: durch Laub- oder Tannenwald, über Waldsaumwege oder an idyllischen Tunnelpfaden entlang führt der Weg langsam wieder zurück Richtung Trassem.

 

Waldsaumweg im Leuktal

Letzte Rast halte ich kurz vor dem Ziel auf einer schönen Bank unter knackigen roten Äpfeln mit Blick auf Trassem. Auch den Parkplatz und damit Endpunkt der Wanderung habe ich bereits im Blick.

Blick über Trassem, Leuktal bis Saarburg

 

Fazit:

Mir hat dieser neue, unaufgeregte Wanderweg gut gefallen. Der Weg ist ruhig, idyllisch und abwechslungsreich entlang herrlicher Streuobstwiesen und führt durch wunderbare Natur und über aussichtsreiche Höhen. Ich habe wohl den ein oder anderen „Schlenker“ weggelassen und bin so auf knapp 11 km gekommen. Die Strecke hat keine extremen Herausforderungen und ist auch für nicht geübte Wanderer durchaus machbar.

Tipp:

Wer nach dem Saar-Leuktal-Panoramaweg zurück nach Trier fährt, kommt automatisch an Saarburg vorbei und sollte auf jeden Fall die Gelegenheit nutzen, dieses hübsche Städtchen mit seiner trutzigen Burg näher zu erkunden.

Saarburg

 

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Autor: Karin

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen (Johann Wolfgang von Goethe)

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