Unterwegs im Trierer Land

An Obermosel, Saar und Ruwer

Mehring – Römische Weinstraße

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Die Region „Römische Weinstraße“ beginnt direkt vor den Toren Triers, ab  Kenn und Schweich, und verbindet auf 18 Rundwanderwege mit verschiedenen Längen und Schwierigkeitsgraden 19 Orte entlang der Mosel mit ihren Sehenswürdigkeiten.
Vor einigen Jahren wurde das Wegenetz auf den neuesten Stand gebracht, neu beschildert, einheitlich ausgerichtet und in beide Richtungen markiert. Anhand des Römische Weinstraße Wanderwegs Nr. 5, kurz R5, möchte ich euch heute dieses wunderschöne Gebiet einmal vorstellen.

    • Rundwanderweg – Bezeichnung: R5
    • Weg: Asphalt und Wirtschaftswege
    • Länge: 10 km
    • Schwierigkeitsgrad: leicht
    • Höhepunkte: Aussicht!, Mehringer Sauerbrunnen, Zitronenkrämerkreuz, Mehringer Goldkupp, Huxlay Plateau
    • Strecke als GPS-Download: HIER
    • mit dem Bus Moselbahn 333
    • viele weitere Informationen zum Gebiet der Römischen Weinstraße HIER

Die Anfahrt nach Mehring erfolgt über die A602 bis zur Abfahrt B53 Richtung Schweich/Bernkastel-Kues. Dann geht’s über die Brücke nach Schweich und beim ersten Kreisverkehr rechts ab, auf der B53 durch kleine Moselörtchen bis nach Mehring.

Kurz nach Einfahrt in den Ort biege ich nach links ab (an der Ecke ist ein Autohaus), kurz darauf nochmals rechts und folge dann dem Hinweisschild zum Parkplatz in der Linterstraße. Hier ist ein schöner, großer Parkplatz und es beginnen auch einige Wanderwege hier, unter anderem der R5. Nun heißt es, einfach der Beschilderung folgen.

Ich gehe ein Stück durch den Ort, es geht leicht bergan und schon nach wenigen Minuten bin ich mitten in den Weinbergen.

Gemütlich geht es weiter über Asphaltwege erst durch Weinberge, dann höher hinauf. Hier endet dann der Wein und es folgen Wiesen, Felder und Obstbäume am Wegesrand. Beim Blick zurück sieht man schon nach wenigen Minuten ins Moseltal hinein.

 

Die Kirschen sind schon fast reif, hängen nur leider ein bisschen hoch …

 

Ein kleiner Fischweiher des örtlichen Angelsportvereins schmiegt sich idyllisch in die Natur

Ich gehe nun immer weiter an den Wiesen- und Weideflächen des Mehringer Bergs hinauf, aber moderat, ohne, dass ich arg ins Schnaufen geraten würde.

Nicht nur der Premiumwanderweg Longuicher Sauerbrunnen, den ich euch im letzten Oktober hier vorgestellt habe, auch dieser Weg auf der Römischen Weinstraße hat „seinen“ Sauerbrunnen, an dem ich kurze Zeit später vorbeikomme. Er ist nicht ganz so imposant wie der Sauerbrunnen in Longuich, aber auch hier ist die rötlich-gelbe Färbung des Wassers durch das Eisenoxyd unübersehbar. Und einen hübschen Rastplatz bietet er ebenfalls – Möglichkeit für einen ersten Stop, bevor es weiter bergan geht.

Sauerbrunnen – Mehring – Römische Weinstraße R5

Sauerbrunnen – Mehring

Es folgt nun eine längere, aber nicht sehr steile Steigung an Streuobstwiesen vorbei. Noch hält das Wetter und die Sicht reicht übers Moseltal bis in den Hochwald.

Der Weg führt nun ein kleines Stück lang durch Wald, anschließend geht es vorbei an Gerstenfeldern über die Höhe, bald ist der höchste Punkt der Tour erreicht.

Der Weg biegt nun nach rechts ab und vereint sich für eine Weile mit dem Moselsteig und dem Wanderweg R6.

Ich folge diesem Weg weiter, biege aber kurze Zeit später nach links ab, um einen Abstecher zum „Zitronenkrämerkreuz“ zu machen (ist ausgeschildert).
Das Sandsteinkreuz am Waldesrand erreiche ich nach kurzem Weg an einem Feld entlang.
Hier wurde der Legende nach ein italienischer Zitronenhändler auf seiner Reise nach Trier von einem Diener erschlagen. Seine Nachfahren ließen dieses Denkmal aufstellen.

Interessant am Rande: Das Wappen auf dem Denkmal zeigt einen Karren mit rückwärts blickenden Vögeln. Am „Haus Venedig“ in Trier gibt es ein ähnliches Wappen, so dass man annimmt, dass dieser italienische Kaufmann bzw. sein Sohn der Erbauer des Haus Venedig war.

Ein Abstecher zum „Zitronenkrämerkreuz“ lohnt sich auf jeden Fall, denn hier bieten zwei schöne Sitzgruppen Gelegenheit zur Rast.

Zitronenkrämerkreuz Mehring

Auch ich nutze die Gelegenheit, am „Zitronenkrämerkreuz“ eine kleine Pause einzulegen.

Dabei probiere ich einmal die Kamerafunktion „Selbstauslöser“ aus (neudeutsch: Selfie) – mit verbesserungsfähigem Ergebnis …

Nach wohltuender Rast geht es am Feld entlang zurück auf den Rundwanderweg R5. Der Weg führt nun weiter über die Höhe, es ist nun richtig schön urig und idyllisch, Wälder und Wiesen wechseln sich ab. Wo im ersten Drittel des Wegs noch breiter Asphaltweg vorherrschte geht dieser nun in Wirtschaftswege über.

Nach einem kurzen Weg durch ein kleines Waldgebiet (hier muss man etwas aufpassen: Der Weg gabelt sich, hier muss man den rechten Weg wählen) öffnet sich die Landschaft plötzlich, der Blick reicht weit nach Westen, moselaufwärts, bis hin nach Luxemburg.

Zum Vergrößern aufs Bild klicken

Weiter geht es durch teilweise meterhohe Gräser und (Un)-Kräuter am oberen Rand der „Mehringer Goldkupp“ entlang. Das Gebüsch zur Rechten verbirgt noch etwas die Aussicht, aber zwischendurch hat man immer wieder einen tollen Blick ins Moseltal.

Erster fantastischer Blick ins Moseltal

Blick auf Longen, im Hintergrund Schweich

Jetzt, Ende Juni, blühen die (Un-)Kräuter am Wegesrand in voller Pracht. Schön anzusehen, so lange sie nicht in meinem Garten wachsen …

 

Weiter geht es entlang der „Mehringer Goldkupp“ – Zur Rechten öffnet sich jetzt auch das dichte Gebüsch und ich erhalte ungehinderte Weitsicht ins Moseltal. Nachfolgend ein paar Impressionen

Zum Vergrößern aufs Bild klicken

Blick auf Mehring

 

Blick auf Mehring, auf der anderen Moselseite, rechts im Hintergrund, Blick auf Riol

Über einen kleinen Verbindungsweg gehe ich nun weiter Richtung Huxlay-Plateau und komme an der Mehringer Goldkupp-Kapelle vorbei. Von hier aus hat man natürlich ebenfalls einen wunderbaren Blick ins Tal.

Aussicht von der Goldkupp-Kapelle ins Moseltal bei Mehring

Zwischen der Kapelle und dem Huxlay Plateau laden immer wieder Bänke zum Verweilen ein. Über eine kleine Treppe zur Linken kann, wer möchte, noch einen Abstecher zum Gesundheitspark Mehring mit seiner über 1 km langen Finnenbahn machen. Über den Obstbaum-Lehrpfad mit vielen Informationen zu Fauna & Flora gehe ich weiter Richtung Huxlay Hütte.

Bänke am Obstbaum-Lehrpfad laden zum Verweilen ein

Insektenhotel nähe Huxlay-Hütte Mehring

 

Zum Vergrößern aufs Bild klicken

 

An der Huxlay-Hütte geht es dann nach einer Rechtskehre zurück nach Mehring.

 

Nun hat man nochmals das Moseltal voll im Blick und kann die Sicht bis hinunter in den Ort genießen.

Alter Erntewagen unterhalb der Huxlay-Hütte

 

Der Blick geht ab und zu auch nochmal zurück über die Weinberge des Goldkupp bis zur Huxlay-Hütte

 

Fazit: Ein fast gemütlicher Wanderweg, der anfangs ruhig und idyllisch, später aussichtsreich durch die Landschaft rund um Mehring führt. Der Weg wird offiziell als mittelschwer bezeichnet, ich habe ihn für mich aber als leicht kategorisiert, da es überhaupt keine anstrengenden Steigungen gibt und die Wege alle breit und gut begehbar sind. Auf dem ersten Wegdrittel und am Schluss des Wegs geht man nur über Asphalt, was natürlich ein bisschen das „Wander-Feeling“ beeinflusst, dennoch ist es ein schöner, entspannter Weg mit fantastischer Weitsicht ins Moseltal.

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und sich für die Römische Weinstraße und ihre Wanderwege näher interessiert, sollte unbedingt die Interaktive Rundwanderwege-Karte besuchen. Hier kann jeder für sich selbst herausfinden, welchen Weg er gerne gehen möchte.

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Autor: Karin

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen (Johann Wolfgang von Goethe)

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