Unterwegs im Trierer Land

An Obermosel, Saar und Ruwer

„Traumschleife“: Romika-Weg Pluwig/Gusterath

5 Kommentare

Romika

Das „Traumschleifen“-Land rund um den Saar-Hunsrück-Steig wächst und wächst. Mittlerweile gibt es rund 100 zertifizierte Premiumwanderwege „Traumschleifen“. Bis Mai 2015 sollen nochmals ca. 10 weitere Traumschleifen hinzukommen. Nicht weit (ca. 12 km) von Trier liegt die Traumschleife „Romika-Weg“ zwischen Pluwig und Gusterath. Seinen Namen erhielt diese Traumschleife vom ehemaligen Werksgelände der Schuhfirma “Romika”.

An einem schönen, sonnigen aber frischen Tag Anfang März habe ich diesen noch relativ neuen Rundwanderweg (zumindest so neu, dass er auf der offiziellen Seite der Saar-Hunsrück-Steig Traumschleifen nicht auftaucht!) einmal näher erkundet …

  • Rundwanderung
  • Weg: Asphalt, Wirtschaftswege, Waldwege, Wiesen
  • Länge: ca. 11 km
  • Sehenswürdigkeiten: Die Wege an Waschbach, Waldbach und Ruwer, Romika-Gelände, Karl-May-Gelände
  • mittelschwer
  • Weitere Informationen: Streckenbeschreibung der Hunsrück Touristik (PDF)

Es werden mehrere Möglichkeiten angeboten, die Tour zu starten. Ich halte mich an die sehr ausführliche und akkurate Beschreibung des Romika-Wegs der Hunsrück Touristik (PDF) und beginne, wie dort beschrieben, am Sportplatz Pluwig.

Pluwig

Über die „Pellinger“ B268 und die L139 ist Pluwig schnell erreicht. Im Ort folge ich der Ausschilderung zum Sportplatz. Dort stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung und schon kann es losgehen. Eine übersichtliche Infotafel direkt am Sportplatz hilft bei der ersten Orientierung.

Übersichttafel am Startpunkt Sportplatz Pluwig

Vom Sportplatz aus geht es erst einmal leicht bergab, über eine große Wiesenfläche bis zu einer kleinen Straße, die ich überquere. Anschließend führt der Weg durch das idyllische Waschbachtal, immer am gleichnamigen Bach entlang. Die ersten Sonnenstrahlen lassen schon den Vorfrühling erahnen, obwohl die Temperaturen noch eisig kalt sind. Am lauschigen Bach entlang wandere ich gemütlich eine Weile im Sonnenschein, bis es dann bergauf in einen Tannenwald geht.

Der Weg wird jetzt schmäler. Durch Waldgebiet geht es jetzt am Ortsrand von Gusterath, anschließend über Streuobstwiesen mit noch kahlen Obstbäumen wieder in den Wald hinein.

Traumschleife Romika-Weg bei Gusterath

Der gesamte Weg ist wunderbar ausgeschildert. Alle paar Meter findet man das prägnante Hinweisschild der Saar-Hunsrück-Steig Traumschleifen – verlaufen unmöglich!   Ich folge nun dem kleine, hübschen Waldpfad bis es über eine recht steile Treppenanlage hinab zur  Gusterather Grillhütte geht.

Brunnen – Grillhütte Gusterath

An der Grillhütte vorbei führt der Weg immer weiter bergab, nun entlang des „Waldbaches“ – ein Highlight des Rundwegs! Rauschendes, klares Wasser mit vielen kleinen Wassserfällen begleiten meinen Weg durch den lichten Wald – es macht einfach Freude, hier lang zu gehen.

Der Waldbach mündet dann in die Ruwer, der ich ein kleines Stück folge, bis ich Gusterath und das Gelände der ehemaligen Romika Betriebe, dem Namensgeber der Traumschleife, erreiche.

Ruwer bei Gusterath

Am ehemaligen Romika Gelände vorbei gehe ich dann einen sehr steilen Waldweg hinauf bis zu einem Aussichtspunkt, der einen tollen Blick auf das ehemalige Werksgelände bietet.

ehemaliges Werksgelände der Romika Schuhfabrik in Gusterath

Eine Schautafel erläutert alles Wissenswerte zur Rolle der Romika Fabrik in dieser Gegend – sehr interessant zu lesen!

Infotafel zur Schuhfabrik Romika

Im schönsten Sonnenschein wandere ich nun über eine Wiese bis zum kleinen Örtchen Lonzenburg.

  In der Ferne grüßt mein Ziel, Pluwig, aber bis dahin ist es noch ein gutes Stück.

Vorher geht es wieder hinein in ein weitläufiges Waldgelände. Erst nocheinmal ein Stück entlang der Ruwer parallel zu einer kleinen Kreisstraße, dann hinein in den Wald, entlang eines kleinen wilden Bachs bis zum Karl-May-Gelände.

Eine ganze Weile wandere ich nun wieder durch lichten Wald. Hier ist kaum mehr ein Weg zu erkennen, teilweise garnicht mehr, aber die Beschilderung ist immer noch da und weist den Weg.

Dann erreichte ich den ehemaligen Steinbruch am Waschbach, der Anfang dieses Jahrhunderts von den „Karl-May-Freunden Pluwig“ zu einer Freilichtbühne umgestaltet wurde. Alle zwei Jahre finden hier seitdem die Karl-May-Festspiele statt.

Auch hier gibt es am Rand des Wanderwegs eine Schautafel mit allen Infos zur Freilichtbühne.

Noch einmal geht es ein Stück den Waschbach entlang, dann heißt es, noch einmal tief Luft holen für den letzten, steilen Aufstieg zurück zum Sportplatz Pluwig.

Der „Romika-Weg“ ist ein interessanter und abwechslungsreicher Rundwanderweg in nächster Nähe von Trier, der wirklich Spaß macht. Die Strecke ist perfekt ausgezeichnet und führt größtenteils über Wald- und Wirtschaftswege sowie Wiesen und auch etwas Asphalt. Von der Natur her haben mich am meisten die beiden Wegstrecken am Waschbach und am Waldbach mit ihren wild sprudelnden Wasserfällen begeistert.
Die Aufstiege sind teilweise recht knackig, ein wenig Kondition ist schon vorteilhaft, aber auch nicht unbedingt ein Muss, man kann ja langsam gehen …

Insgesamt eine sehr naturnahe, mit vielen Informationen gespickte, mittelschwere Wanderung.

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Autor: Karin

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen (Johann Wolfgang von Goethe)

5 Kommentare zu “„Traumschleife“: Romika-Weg Pluwig/Gusterath

  1. Hallo und wieder einmal vielen Dank für die Inspiration zu dieser Wandertour.
    In der Tat ist der Weg bestens ausgeschildert – wenn man auch immer brav auf die Schilder achtet und sich nicht vom Umherschauen ablenken lässt. 😉
    Wir hatten gestern bestes Wanderwetter, lediglich die Bachläufe waren aufgrund der ausbleibenden Regenfälle in den letzten Wochen etwas weniger imposant. Ein Grund mehr die Tour bei passender Gelegenheit nochmal zu wiederholen.

    Gruss
    Sascha

    • Hallo Sascha!
      Und wieder einmal vielen Dank für deinen Kommentar! 🙂
      Ja, das mit dem ablenken kenne ich. Ist mir auch erst gestern wieder passiert … Trotz guter Beschilderung – schwups in die falsche Richtung gelaufen … Und erst nach 1 km gemerkt 😦 Aber so lernt man das Gebiet dann auch aus einer ganz anderen Perspektive kennen 😉
      Liebe Grüße und weiterhin viel Spaß im Trierer Land!
      Karin

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