Unterwegs im Trierer Land

An Obermosel, Saar und Ruwer

Grevenmacher Weinberge – Wanderweg G1

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„Droben stehet die Kapelle, schauet still ins Tal hinab.“ (L. Uhland)

Wo hat man schon einmal die Gelegenheit, lästiges Tanken mit einer kleinen Wanderung zu verbinden? Natürlich bei uns … bzw. im benachbarten Luxemburg. Ich fahre an diesem schönen Oktobertag nach Grevenmacher zum tanken. Grevenmacher erreicht man entweder über Igel und Wasserbillig oder man nimmt die andere Moselseite und fährt auf der Elbling-Route bis zur Europabrücke und überquert dort die Mosel nach Grevenmacher. Und direkt im Ort kann es auch schon losgehen …

    • Rundweg G1 Grevenmacher/Luxemburg
    • ca. 7 km
    • Start: Parkplatz am Moselufer nähe Europabrücke
    • Weg: Weinbergs- und Wirtschaftswege, etwas Asphalt
    • Schwierigkeitsgrad: leicht (einige steile Treppenstufen)
    • Höhepunkte: Kreuzkapelle Grevenmacher, Denkmal „Monument aux Morts“, verschiedene Aussichtspunkte
    • GPS Download HIER

In Grevenmacher angekommen bringen mich die vielen Baustellen dort erstmal ein wenig aus dem Konzept. Ich parke darum auf einem Parkplatz an der Mosel, in der Nähe der Schleuse und gehe einen schönen Moselfußweg mit vielen Bänken entlang bis zum markanten Gebäude der Sektkellerei Bernard-Massard an der Europabrücke.

Da ich die Wegbezeichnung am Anfang nicht finde, halte ich mich einfach Richtung Kapelle,  mein erstes Ziel. Auf dem Weg dorthin sehe ich dann auch die erste Beschilderung. Der Weg ist im Uhrzeigersinn ausgeschildert. Ich gehe – mehr oder weniger versehentlich – aber entgegen des Uhrzeigersinns, was aber auch kein Problem ist.
Der Weg biegt nach dem Friedhof links ab, eine Treppe mit einem schönen Kreuzgang führt mich weiter Richtung Kapelle.

Am Fuß der Treppe passiere ich das Kriegsopferdenkmal „Monument aux Morts“. Die Vereinigung „Ons Jongen“ gedenkt hier alljährlich am zweiten Sonntag im Juli mit einem Gottesdienst in der Kapelle der Zwangsrekrutierten aus Grevenmacher, die im Zweiten Weltkrieg ums Leben kamen.

Die Kreuzkapelle ist das Wahrzeichen von Grevenmacher. Sie wurde 1737 errichtet – dieses Datum ist in einem Stein über der Eingangstür zu lesen. An verschiedenen Festtagen werden hier immer noch Messen gehalten und Prozessionen von Grevenmacher aus den Kreuzweg entlang geführt.

An der Kapelle entlang gehe ich weiter durch die Weinberge und genieße die schöne Aussicht auf Grevenmacher.

Der Blick reicht durch die prall gefüllten Weinreben bis zur Europabrücke.

Auf der anderen Moselseite: Schöner Blick auf Wellen

Der Weg führt nun kreuz und quer durch den Weinberg, dann geht es leicht bergauf und durch ein kleines, lichtes Wäldchen. Anschließend gehe ich ein kleines Stück über asphaltierte Straße  und dann wieder in einen Wald hinein, durch den nun für längere Zeit ein schöner, schmaler Weg verläuft.

Auf Waldpfaden geht es immer weiter durch Wald, zwischendrin erhasche ich ab und zu einen Blick auf die Mosel und zurück auf Grevenmacher.

Auf dem Weg durch den Wald komme ich an einigen Infotafeln vorbei, die dem interessierten Wanderer Wissenswertes über die Natur, die Umgebung, Gesteine und vieles mehr aufzeigen.

Dem schönen Waldweg folgend komme ich an einer alten, heute mit Moos überwachsenen Mauer vorbei. Ob das wohl einmal eine Weinbergsmauer war?

Ein letztes Stück geht es durch den Wald …

… dann kommt das erste Mal die kleine Moselschleife von Machtum in Sicht, im Hintergrund ist Nittel zu erkennen

Nun geht es über viele Treppenstufen recht steil (Vorsicht bei Nässe!) den Berg hinunter.

Dann trete ich aus dem Wald hinaus und plötzlich liegt die Moselschleife und die Weinberge drumherum im prächtigen Sonnenlicht vor mir. Ein toller Anblick!

Über weitere Treppenstufen und schmale Pfade geht es nun erst ein Stück hinab ins Kelsbaach-Tal.

Dann überquere ich eine Brücke über ein  ausgetrocknetes Bachbett und anschließend geht es wieder den Berg hinauf.

 

Zwischendurch bietet sich immer wieder die Möglichkeit, zurück Richtung Grevenmacher die Mosel entlang zu schauen.

Blick zurück auf die hohen Felsen mit dem Wald, durch den ich gerade gekommen bin.

Durch die Bäume schöner Blick auf Machtum und Nittel

Toller Blick auf die gegenüberliegende Moselseite mit den Nitteler Felsen und seinem Felsenweg, den ich vor ungefähr genau einem Jahr gegangen bin (Nitteler Felsenweg).

An einem markanten Aussichtspunkt am Ende des Wegs entlang der Höhe habe ich einen wunderschönen Blick auf die gesamte Moselschleife von Grevenmacher über Wellen und Machtum bis nach Nittel.

Nachdem ich einige Zeit die schöne Aussicht genossen habe geht es nun langsam bergab und zurück Richtung Grevenmacher. Der Weg führt auf schmalen Pfaden erst durch den Weinberg und biegt dann plötzlich nach links in den Wald hinein ab. Es folgt ein kleines Feuchtbiotop mit tiefen, nassen Wiesen und einem beherzten Sprung über einen kleinen, sprudelnden Bach.

Dann erreiche ich wieder die Weinbergswege und gehe das letzte Stück des Wegs mehr oder weniger gerade durch die Weinberge zurück. Am Schluss des Wegs biege ich nach rechts ab Richtung Mosel und erreiche so direkt meinen Parkplatz am Moselufer.

FAZIT:

Ein kurzer und zumindest im ersten Teil überraschend abwechslungsreicher Weg mit Weinbergen, Waldpfaden, steilen Treppen und gemütlichen Wegen. Dazu immer wieder wunderschöne Aussichten auf die Mosel und die kleinen Moselörtchen entlang des Flusses. Abgesehen von den Treppenstufen ist der Weg leicht zu gehen und daher auch für ungeübte Wanderer sehr gut geeignet.

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Autor: Karin

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen (Johann Wolfgang von Goethe)

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