Unterwegs im Trierer Land

Wandern an Obermosel, Saar & Ruwer

Von Gusterath nach Sommerau – RuT6

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Der Sommer 2022 hatte für Wanderer ja nicht soooo viel übrig – es war einfach viel zu heiß. Eine der wenigen neuen Touren, die ich dieses Jahr gemacht haben, führte mich an einem einigermaßen kühlen Vormittag von Gusterath nach Sommerau.
Der Themenwanderweg RuT6 rund um das idyllisch gelegene Örtchen  Sommerau wurde im Rahmen des Gewässerprojektes Ruwer angelegt und hat trotz seiner nur gut 6 km Länge einiges an Abwechslung zu bieten …

  • Von Gusterath nach Sommerau und zurück – Themenwanderweg RuT6
  • Rundwanderung, Weg: Feld- und Waldwege,ca. 30 % Asphalt
  • Länge:  6,7 km – leicht bis mittelschwer
  • Sehenswürdigkeiten: Aussicht, Weinberge, Burgruine Sommerau
  • GPS Download HIER (gps-tour.info) oder HIER (Alltrails)

Ich starte vom Parkplatz in Gusterath, gegenüber des alten Romika-Geländes, denn ich möchte den anstrengendsten Teil der Strecke, den Weg hinauf zum Weiler zwischen Gusterath und Sommerau, direkt in Angriff nehmen, so lange die Luft noch frisch und kühl ist. Denn auch heute soll es wieder sehr heiß werden. Ich gehe also geradeaus den Berg hinauf, die ersten Meter verlaufen parallel zur Traumschleife Romikaweg.

Der Premiumwanderweg biegt schon nach kurzer Zeit nach rechts ab – folgt man ihm, erreicht man eine schöne Sinnesbank mit Aussicht auf das Gusterather Tal und die alte Romika Schuhfabrik.

Mein Weg führt mich aber weiter den Berg hinauf, vorbei an nach wochenlanger Dürre sehr vertrocknet aussehenden Feldern immer weiter hinauf.

Eine Bank gibt es dann erst wieder an einem kleinen Weiler mit einigen Häusern , dem höchsten Punkt des kurzen Wanderwegs.

Weiter geht es auf dem RuT6, der hier sozusagen die Verbindung zwischen den Premiumwanderwegen Romika-Weg und Morscheider Grenzpfad bildet.

Herrliche Aussicht begleitet den Weg.

Bis zurück nach Pellingen und dem hübschen Pluwig mit seiner markanten gelben Kirche reicht der Blick.

Hinter einem kleinen Wäldchen geht es plötzlich scharf links einen fast nicht zu erkennenden Waldsaumweg entlang. Der Weg wird zu einem schmalen Pfad durch den Wald, bei dem man etwas auf das Wurzelwerk aufpassen muss.

Ich folge ein Stück dem Morscheider Grenzpfad über die pfadigen Wege dieses lichten Wäldchens. Ein wohltuender Schattenspender, denn es wird nun doch langsam warm.

Ganz plötzlich tritt der Weg aus dem Wald heraus und ich stehe inmitten der Weinberge von Sommerau. Vom „Sommerauer Schlossberg“ habe ich eine erste schöne Sicht auf die Burgruine Sommerau.

Durch die Weinberge geht es hinab in das kleine Örtchen. Über einen kleinen Rundweg durch ein Wäldchen komme ich hinauf zur Burg und kann mir die Ruine aus der Nähe ansehen. Die Burg stammt bereits aus dem 13. Jahrhundert und ist heute in privater Hand.

Der Weg zurück zum Parkplatz ist nach Besichtigung der Burg schnell erzählt: Es geht ganz unspektakulär an der K64 entlang – Achtung, hier ist mit Autoverkehr zu rechnen!

Zu Beginn verläuft parllel zur Straße der Mühlgraben, dessen Wasser schon seit langer Zeit die Mühle in Sommerau antreibt. Die Wagner-Mühle stammt aus dem Jahr 1330 und ist die letzte noch voll produzierende Wassermühle der Region Trier. Privatkunden können im Mühlenladen Mehl aus Weizen, Roggen, Hafer, aber auch Dinkel und Emmer kaufen. Den dazugehörigen kleinen Wasserfall kann man nur vom Radweg aus sehen.

Der Weg zurück führt zwar an der Ruwer entlang, viel zu sehen ist davon aber nicht, zumindest zu der belaubten Zeit. Einzige Ausnahme bietet eine Furt, an der man ganz nahe an den Fluss herankommen kann. Dies ist dann zugegebenermaßen doch recht idyllisch.

FAZIT:

Ein kleiner, abwechslungsreicher Weg ohne große Schwierigkeiten, der neben viel Natur und einer alten Burgruine auch verschiedene Standorte mit Informationstafeln zu den unterschiedlichsten Themen im Rahmen des Gewässerprojektes Ruwer bereithält.

Autor: Karin

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen (Johann Wolfgang von Goethe)

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