Unterwegs im Trierer Land

An Obermosel, Saar und Ruwer

Naturschutzgebiet Nitteler Felsenweg

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Nittel - Machtum - Mosel

Nittel – Machtum – Mosel

Besonders an schönen Sonnentagen im Spätsommer oder Herbst bietet sich der Nitteler Felsenpfad für eine aussichtsreiche, kleine „Genuss-Wanderung“ an. Der Nitteler Felsenweg führt durch die Weinberge von Nittel ins Naturschutzgebiet Nitteler Fels  mit seinen imposanten Felsen und herrlichen Weitblicken ins Moseltal bis nach Luxemburg. Und von Trier aus ist es auch garnicht weit bis in dieses kleine Paradies …

    • Start: Parkplatz am Bahnhof Nittel, direkt an der B419
    • Weg: Weinbergswege und -pfade, etwas Asphalt
    • Länge: 6,5 km
    • Bezeichnung: Weinlehrpfad und Nitteler Felsenweg – N3
    • Schwierigkeitsgrad: leicht, der Felsenweg (1,5 km) ist etwas anspruchsvoller
    • Höhepunkte: Weinlehrpfad, Skulpturen am Fluss „Großer Zeiger“ und „Knie mit Gelenk“, Naturschutzgebiet ‚Nitteler Fels‘, Aussicht ins Moseltal
    • Weitere Infos auf der Website der Saar-Obermosel-Touristik
    • GPS Download: HIER

 

Die Anfahrt erfolgt über Konz weiter Richtung Luxemburg, immer der B419 entlang, dann an Grevenmacher vorbei über Wellen nach Nittel.
Kurz hinter dem Ortseingang sehe ich auch schon zur Rechten den kleinen Bahnhof bzw. den dazugehörigen Parkplatz direkt rechts an der Hauptstraße – raus aus dem Auto und schon habe ich die imposanten Nitteler Felsen direkt vor der Nase.
Hier, zwischen den hohen Dolomit- und Kalkfelser, befindet sich das Naturschutzgebiet Nitteler Fels. Das Gebiet mit seinem günstigen, durch die Schutzlage geprägtem Klima, bietet Heimat für viele seltenen Pflanzen und insbesondere mehrerer Orchideenarten sowie Vogel- und Insektenarten.

Die Ortsgemeinde Nittel hat hier verschiedene Wanderwege angelegt, alle mit einem „N“ gekennzeichnet. Für einen solch herrlichen, sonnigen Tag wie heute, der eher zum Entschleunigen und Genießen als zum „Kilometerfressen“ aufruft, habe ich mir den ca. 6,5 km langen Wanderweg „N3“, der direkt durch die Weinberge und oberhalb des Nitteler Felsens entlangführt, ausgesucht.

Direkt am Bahnhofs-Parkplatz  gibt es leider keine Hinweisschilder auf die Wanderwege.  Ich gehe also in den Ort, die „Weinstraße“ entlang, biege kurz darauf scharf links ab („In der Gessel“) und folge dem Hinweisschild „Weinlehrpfad“. Zur Linken komme ich an der Nitteler Kirche St. Martin vorbei.

Pfarrkirche St. Martin Nittel

Pfarrkirche St. Martin Nittel

Dann überquere ich die L135 und folge weiter dem Hinweisschild „Weinlehrpfad“, die Nitteler Felsen dabei immer voraus im Blick.

Naturschutzgebiet Nitteler Fels

Naturschutzgebiet Nitteler Fels

In langgezogenen Serpentinen geht es nun weiter durch die jetzt im Frühherbst üppigen Nitteler Weinberge, erst flach, dann etwas steiler aufwärts, aber immer noch sehr angenehm zu gehen. Dazwischen erzählen schöne, große Tafeln des Weinlehrpfads immer wieder Interessantes und Wissenswertes zu den verschiedenen Weinsorten, die hier in der Gegend wachsen, sowie den Arbeiten im Weinberg zu den verschiedenen Jahreszeiten.

Langsam schlängelt sich der Weinlehrpfad weiter den Berg hinauf, gerade jetzt sehr idyllisch durch wunderschöne Rebpflanzungen voller praller Chardonnay- und Spätburgundertrauben. Je höher ich hinauf komme, desto schönder der Blick auf Nittel und das auf der anderen Moselseite in Luxemburg liegende Machtum.

An einer Wegegabelung verläuft der Weinlehrpfad weiter nach rechts, ich halte mich aber weiter links und folge nun den Hinweisschildern N1 (Panoramaweg) und N3 (Felsenweg) Richtung Nitteler Fels.

Nitteler Felsen - zum Vergrößern aufs Bild klicken!

Nitteler Felsen – zum Vergrößern aufs Bild klicken!

Auf der Höhe angekommen ein herrlicher Blick zurück auf Nittel

 

Ich folge weitere dem Hinweisschild N3 – ab hier ist jetzt auch der „Felsenweg“ ausgeschildert. Am Beginn des Felsenwegs grüßt die imposante Statue „Großen Zeiger“. Die Skulptur wurden im Rahmen des Bildhauersymposiums „Steine am Fluss“ (Mosel)“ im Jahr 2001 errichtet.

Steine am Fluss

Steine am Fluss

Der Felsenweg N3 trennt sich hier vom Panoramaweg N1 und verläuft jetzt zusammen mit dem Moselsteig aussichtsreich oberhalb des Nitteler Fels entlang. Ein paar Meter den Hang hinauf, rechts (dort, wo die Mülltonne steht) gibt es auch eine schöne Bank mit herrlicher Aussicht.

Nitteler Felsenweg

Nitteler Felsenweg

Auf der anderen Seite hat man am Anfang des Felsenwegs kurz Gelegenheit, nach links hinunter Richtung Grevenmacher und Luxemburg und die Südeifel zu blicken.

Richtung Wellen, Grevenmacher, Luxemburg, Südeifel

Richtung Wellen, Grevenmacher, Luxemburg, Südeifel

Hart an der Felskante des Nitteler Fels folge ich dem Pfad, der zur Rechten immer wieder schönen Blick weit die Mosel aufwärts freigibt.

Der Felsenweg wird steiler, ist aber, von kurzen anstrengenden Phasen abgesehen, sehr gut zu meistern. Wenn’s besonders steil wird, helfen Trittstufen.

Weiter Blick ins Luxemburger Land

Weiter geht’s auf dem Felsenweg. Viele Bänke unterwegs laden zum Genießen und Ruhen ein.

Unterwegs  ein Brunnen zur Abkühlung

 

Der Felsenweg verläuft insgesamt über 1,5 km auf schmalem Pfad oberhalb des Nitteler Felsens entlang und bietet den ganzen Weg entlang phantastische Weitblicke über Nittel, die Mosel bis hin ins Saarland und weit ins Luxemburger Land. Nachfolgend noch ein paar Impressionen.

Blick vom Nitteler Fels auf Nittel und Machtum

 

Am Ende des Felsenwegs biegt dieser nach rechts ab, es geht für ein kurzes Stück sehr steil bergab (Vorsicht bei Nässe!). Dann folge ich wieder nach rechts weiter der Beschilderung „N3“ – wieder auf Weinbergswegen

Ich gehe nun langsam wieder bergab zurück Richtung Nittel.

 

 

 

 

An einer weiteren Skulptur  „Knie mit Gelenk“ des Bildhauersymposiums „Steine am Fluss“ (Mosel)“ vorbei gehe ich zurück zum Bahnhof.

 

 

 

 

Wer möchte, kann hier noch ein wenig am Moselradweg entlangschlendern.

 

FAZIT:

Klein aber OHO – der Nitteler Felsenweg hat auf seinen nur 6,5 km einiges zu bieten! Insbesondere im Spätsommer/Herbst und bei schönem Wetter kann man diesen Weg einfach nur genießen. Anschließend steht einem Besuch einer der vielen Gaststätten und Winzerhöfe des Ortes natürlich nichts mehr im Wege …

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Autor: Karin

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen (Johann Wolfgang von Goethe)

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