Unterwegs im Trierer Land

An Obermosel, Saar und Ruwer

„Traumschleife“: 5 Täler Tour (Naurath-Wald)

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5-Täler-Tour – Blick auf den Hochwald

Die Traumschleife „5-Täler-Tour“ gehört mit ihren etwas mehr als 8 km zu den kürzeren Rundwanderwegen der Region, hat aber trotzdem jede Menge zu bieten. Rund um das Hochwald-Dorf Naurath verlaufen naturbelassene Wege durch die idyllischen Hochwaldtäler Friedenbachtal, Spießbachtal, Schachtebachtal, Bruchbachtal und Tal der kleinen Dhron.
Den Wanderer erwarten unberührte Natur, schöne Fernblicke über die Höhenzüge des Hunsrücks, die älteste Kapelle des Hochwalds und vieles mehr …

      • Start: Naurath-Wald, Bürgerhaus, Gehrichtung gegen den Uhrzeigersinn
      • Alternative: Start an der L148 – Wanderung im Uhrzeigersinn – Beschreibung HIER
      • Weg: Wald- und Wirtschaftswege, etwas Asphalt – durchgehend beschildert
      • Länge: offiziell 8,2 km
      • Schwierigkeitsgrad: leicht – mittel
      • Ausgezeichnet mit 72 Erlebnispunkten
      • Höhepunkte: Aussicht, Felsenkapelle Naurath, Schiefer- und Erzstollen
      • GPS Download: HIER

Die Anfahrt nach Naurath ist denkbar einfach. Von Trier auf die A1 Richtung Saarbrücken, Abfahrt Mehring, dann immer Richtung Naurath. Ich starte die Tour mitten in Naurath-Wald, hier kann man am Bürgerhaus, gegenüber der Kirche, wunderbar parken und direkt in die „Traumschleife“ einsteigen.

Wählt man den Wanderparkplatz an der L148 gegenüber von „Rüssels Landhaus“ muss man noch einen 300 m langen Zuweg einplanen.

Vom Parkplatz am Bürgerhaus habe ich schon einmal eine tolle Aussicht Richtung Hochwald. Überall an der Strecke – wie auch hier am Parkplatz – stehen hübsche, handgezimmerte Bänke und Sitzgruppen.

 

Kirche Naurath

Wie alle Premiumwanderwege kann auch diese Tour mit oder gegen den Uhrzeigersinn gelaufen werden. Ich entscheide mich dafür, die Strecke gegen den Uhrzeigersinn zu wandern und gehe zuerst Richtung Unternaurath. Dabei genieße ich schon jetzt die herrliche Aussicht über die Höhenzüge des Hochwalds.

Schon nach wenigen Gehminuten stehe ich vor dem ersten Highlight dieser Tour: Der Felsenkirche von Naurath.

Die auf einem Felsen stehende, mittelalterliche Kapelle stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist damit die älteste Kapelle im Hochwald. Geweiht ist sie der Heiligen Walburga, die wohl im Hochwald eine ganz besondere Bedeutung hat (siehe auch Walburga Wanderweg). Heute steht die Kapelle unter Denkmalschutz.

Sehr zu meiner Freude war die Kappelentür nicht abgeschlossen, so dass ich mir diese auch von innen anschauen konnte.

Felsenkirche Naurath

Eine Schautafel informiert über die Besonderheit dieser kleinen Kapelle.

Zum Vergrößern aufs Bild klicken!

Unternaurath und die Felsenkapelle lasse ich nun hinter mir. Es geht nun direkt auf schönen, naturbelassenen Pfaden durch hohen Nadelwald.

Ich gehe nun hinunter ins Friedenbachtal – der Friedenbach, der diesem Tal seinen Namen gab, plätschert leise weit unter mir vor sich hin, ohne dass ich ihn zu Gesicht bekomme. Dann erreiche ich einen Schieferbruch aus den späten 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Hier wollte ein findiger Mann (nach dem 2. Weltkrieg war ja Unternehmergeist gefragt) Schiefer abbauen und das ganz große Geschäft machen … es stellte sich aber leider heraus, dass der Schiefer zum Bauen ungeeignet war und so kam das Projekt nach nur einem Jahr und einem ca. 24 m langen Stollen wieder zum Erliegen.

Die Höhle kann man – auf eigene Gefahr! – heute noch erforschen. Zu mehr als einer Stippvisite hat es bei mir aber nicht gereicht, der Gedanke an Ratten, Fledermäuse, Spinnen usw. war mir dann doch zu unheimlich …

Der Weg geht weiter durch hohes Nadelgehölz, teilweise auf schmalen Waldpfaden, teilweise auf schönen, breiten Waldwegen, durch herrliche Natur.

Anschließend gehe ich eine Weile am Waldrand entlang und tauche dann in einen langen „Tunnel“ aus überhängenden Büschen ein. Eine sehr malerischischer Streckenabschnitt.

Ich trete aus dem „Tunnel“ heraus und erreiche einen sehr schönen Wiesenpfad, der durch freies Feld mit schöner Aussicht weiter leicht bergab führt.

An einer schönen Sitzgruppe kann man ein „Insektenhotel“ bewundern.

Blick zurück auf Naurath

Vom Friedenbachtal gehe ich weiter durch das Spießbachtal, dann führt der Weg wieder an mächtigen Douglasien vorbei.

 

Ich überquere nun den Schastebach und komme ins Schastebachtal mit seinen alten Erzgruben.

Ein weiteres Hinweisschild erzählt Wissenswertes über das Tal, die Erzgrube und die „12 Apostel“.

Hinweistafel – Traumschleife 5-Täler-Tour (zum Vergrößern aufs Bild klicken)

Die Höhle ist von Brennessel ziemlich überwuchert und außerdem durch Gitterabsperrung verschlossen, um die dort lebenden Fledermäuse nicht zu stören.

Nun gehe ich durch urwüchsiges, naturbelassenes Waldgebiet auf schmalen Pfaden stramm den Berg hinauf, immer am Schastebach entlang. Ein weiteres, sehr schönes Teilstück der Tour.

Lohn des schweißtreibenden Aufstiegs: Ein phantastischer Blick auf die Höhenzüge des Hochwalds und eine Sinnesbank für eine willkommene Rast.

Aber noch ist der höchste Punkt nicht erreicht. Ich tauche wieder in Wald ein,  überquere nochmals den Schastebach und gehe weiter bergan, bis sich der Wald öffnet und nochmals einen herrlichen Blick auf den Hochwald freigibt. Auch hier lädt eine Sinnesbank zur Rast und zum Genießen der Aussicht ein.

Schon kommen hinter den Pferdekoppeln die ersten Häuser von Naurath in Sicht.

Über einen schönen Wiesenweg gehe ich mitten durch die Pferdekoppeln zurück nach Naurath Richtung Bürgerhaus.

FAZIT:

Eine der kürzeren Traumschleifen aber nichts desto trotz sehr abwechslungsreich. Der Weg ist, wie bei Premiumwanderwegen üblich, in beide Richtungen sehr gut ausgeschildert und mit vielen handgezimmerten Bänken & Tischen sowie zwei Sinnesbänken bestückt. Schöne Waldabschnitte wechseln sich mit einigen weiten Fernblicken bis in den Hunsrück ab, dazu kommt die hübsche Felsenkirche und der – für Kinder bestimmt ein Highlight! – verlassene Schieferstollen. Auch die Anstiege aus dem Tal lassen sich gut meistern, darum für die ganze Familie geeignet. Auf Grund der schönen Fernsicht sollte man sich einen nicht zu wolkig-nebligen Tag für seine Wanderung aussuchen.

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Autor: Karin

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen (Johann Wolfgang von Goethe)

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