Unterwegs im Trierer Land

Wandern an Obermosel, Saar & Ruwer

Naturpark Südeifel – Dockendorf – Rundwanderweg Nr. 89

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Ich war schon des Öfteren auf den Wanderwegen des Naturparks Südeifel (die mit dem Ilex-Zweig) unterwegs. Der Naturpark Südeifel ist einer der ältesten Naturparks in Rheinland-Pfalz und gerade im Frühling – zur Zeit der Raps- und Apfelbaumblüte – findet man hier oft noch unberührte Natur und nicht so überlaufene Wege.

Da in der Südeifel im Moment der Raps in voller Blüte steht bin ich heute über den Rundweg Nr. 89 bei Dockendorf gewandert – durch das Naturschutzgebiet „Scharren bei Dockendorf“ und an vielen Rapsfeldern und Streuobstwiesen vorbei …

    • Weg: Asphaltwege (geschätzt ca. 60 %), dazu Wald- und Wirtschaftswege
    • Länge: knapp 12 km
    • Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittelschwer (wegen Anstieg Holstummerberg)
    • Höhepunkte: Marienkapelle in Wolsfelderberg, Hubertusbrunnen mit Kneipp-Wassertretbecken, Waldkapelle zur schmerzhaftes Gottesmutter, Panoramablicke, Naturschutzgebiet
    • Weitere Infos: Naturpark Südeifel
    • GPS Download der gesamten Strecke HIER (gps-tour.info)

Über die B51 Richtung Bitburg, dann über Meckel und Wolsdorf erreiche ich mein Ziel und Startpunkt der Wanderung, das kleine Dorf Dockendorf. Ich starte an der hübschen Pfarrkirche St. Martin mit großem Parkplatz und einer Wandertafel, die die schier unendlichen Wandermöglichkeiten im Gebiet des Naturparks Südeifel aufzeigt.

Die ersten Meter geht es durch die Ortschaft, dann überquere ich die Peffinger Straße und erreiche schon bald das Naturschutzgebiet „Scharren“.

Wer Glück hat, kann hier, je nach Jahreszeit, seltene Orchideen und Schmetterlinge entdecken.

Weiter führt der Weg entlang von weiten Pferdekoppeln und Weizenfeldern, dann am Waldrand entlang, über den Keuperbach und einen kleinen Anstieg den Wald hinauf. Dann muss die Kreisstraße L2 überquert werden, hier muss man ein wenig aufpassen.

Auf der anderen Straßenseite bietet sich die schöne Kneipp-Anlage zu einer kleinen Rast an, bevor es Richtung Holstummerberg hinaufgeht.

„Kneipp-Anlagen“ bin ich auf meinen Wanderungen schon einigen begegnet, aber im Grunde verdienen nur Wenige wirklich diesen Namen. Meist sind diese Anlagen leider sehr in die Jahre gekommen und vernachlässigt.
Darum ein großes Kompliment an die Betreiber dieser Kneipp-Anlage am Wolsfelder Berg. Ein wirklich schönes Gelände mit mehreren Sitzmöglichkeiten. Dazu kommt ein sehr gepflegtes Kneipp-Becken, dass zum Wassertreten einlädt. Der leise plätschernde „Hubertsbrunnen“ rundet das perfekte Bild ab. Chapeau!
Wer nicht dorthin wandern will kann die Kneipp-Anlage auch mit dem Auto über die Holsthumer Straße (L2) erreichen. Parkmöglichkeiten sind vorhanden.

Der nun folgende Abschnitt ist das steilste Stück des Weges. Es geht durch ein kleines Wäldchen auf breitem, aber etwas „gerölligem“ Weg hinauf zum Ortsteil Wolsfelder Berg.

Anschließend führt der Weg durch den Ortsteil hindurch Richtung Holstummerberg, biegt dann aber rechts ab, so dass ich nun eine Zeit lang über die Höhe des Wolsfelder Berges mit wunderbarer Weitsicht wandere. Zur Zeit der Rapsblüte ist dieser Weg besonders schön, denn neben der Weitsicht begleiten einen auch noch gelbe, wogende Rapsfelder. Wenn dann noch ein blauer Himmel dazu kommt ist das Wanderglück perfekt. 🙂

Immer wieder eröffnen sich schöne Panoramablicke. Bei klarer Sicht ist die Silhouette von Bitburg mit seinem markanten Brauereiturm gut zu erkennen. Anschließend geht’s eine lange, schnurgerade Strecke durch schönen, lichten Wald.

Langsam und gemächlich führt der Rundwanderweg (leider hauptsächlich Asphalt) nun wieder bergab, zurück Richtung Dockendorf. Unterwegs gibt’s immer wieder schöne Weitsichten.

In Sichtweite von Dockendorf komme ich noch an der Kapelle „Zur Schmerzhaften Gottesmutter“ vorbei, die aber leider abgeschlossen war.

Am Sportplatz vorbei geht es nun zurück in die Ortsmitte. Kirche und Parkplatz lasse ich aber rechts liegen, denn der Wanderweg ist wie eine Acht angelegt und macht von der Ortsmitte aus nochmal eine kleine Schleife, hinunter zum Flüsschen Nims.

Über die Hauptstraße gelangt man zum Talweg. Beim Blick zurück habe ich nochmals eine schöne Sicht auf Dockendorf und seine Kirche.

 

 

Entlang der rauschenden Nims gehe ich ein kleines Stück entlang von Fluss, Wiesen und Pferdekoppeln (störend ist nur das riesige Strom-Umspannwerk direkt vor der Nase), bevor dieser Weg viel zu schnell zu Ende ist.

Über die Straße „Zur Mühle“, die Peffinger Straße gekreuzt, führen die Markierungen zurück zum Ausgangspunkt an der Pfarrkiche St. Martin.

FAZIT:

Der Weg ist nicht spektakulär und wer schmale, naturnahe Pfade durch Wald und Wiesen zum Wandern braucht, ist hier eher verkehrt. Dieser Wanderweg punktet vor allem an einem sonnigen Tag im Frühjahr mit einem rauschenden Farbenmeer aus gelbem Raps, weißen Apfelblüten und vielen Wildblumen. Dazu ist es hier weniger überlaufen als auf so manchem Premiumwanderweg. Wer Natur und Ruhe sucht wird sie auf diesem Weg finden.

Autor: Karin

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen (Johann Wolfgang von Goethe)

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