Unterwegs im Trierer Land

An Obermosel, Saar und Ruwer

Traumschleife „Mannebach 111“

Der Premiumwanderweg „Mannebach 111“ gehört zu den „Traumschleifen“ des Saar-Hunsrück-Steigs, ausgezeichnet vom Deutschen Wanderinstitut mit 60 Erlebnispunkten. Auf diesem Weg in der Nähe von Saarburg ist die Natur Trumpf – über Feld-, Wald- und Wiesenwege führt der Weg durch Täler und an Waldsäumen vorbei, durch Wälder, über Höhen und durch kleine Dörfer. Ein nicht zu schwerer Wanderweg zum Genießen …

    • Mannebach 111 – „Traumschleife“ Rundwanderweg
    • Ausgezeichnet vom Deutschen Wanderinstitut mit 60 Erlebnispunkten
    • Weg: Feld- und Wirtschaftswege, Waldwege und -pfade, kaum Asphalt
    • Länge: 12 km
    • Schwierigkeitsgrad: leicht – mittel
    • Höhepunkte: viele schöne Aussichtspunkte, idyllisches Landschaftsbild, Brauhaus Mannebach, Lebensfluss Fisch
    • Flyer der Saar-Obermosel-Touristik mit weiteren Infos: Flyer Mannebach 111
    • GPS Download der gesamten Strecke HIER

Ich fahre in ca. 15 Minuten von Trier bis Mannebach in der Nähe von Saarburg, zum Startpunkt der Wanderung. Ich parke mitten in Mannebach an der Feuerwehr, hier stehen einige Parkplätze zur Verfügung. Weitere Parkmöglichkeiten finden sich an der Freizeitanlage Mannebach. An beiden Parkplätzen führt der Rundweg direkt vorbei.

Wie alle Premiumwanderwege ist auch dieser Rundweg in beide Richtungen sehr gut ausgeschildert. Da alle Routenbeschreibungen, die ich im Internet gefunden habe, entgegen des Uhrzeigersinns verlaufen, nehme ich mir heute die andere Richtung vor und starte mitten in Mannebach im Uhrzeigersinn Richtung Filsch.

Schon nach wenigen Metern komme ich am Namenspaten des Wanderwegs vorbei, dem Mannebacher Brauhaus. Hier braut der Hausherr selber – nämlich Mannebacher Bier und einen Whisky namens „Whisky 111“.

Brauhaus Mannebach, im Hintergrund Kirche St. Anna

Weiter geht es durch den Ort Mannebach, vorbei am über 100 Jahre alten Bürgerhaus „Alte Schule“, das in 2012 neu renoviert wurde.

Bürgerhaus „Alte Schule“ Mannebach

Kurz darauf bin ich schon am Ortsrand von Mannebach und nach den letzten Häusern durchwandert man auch sofort freie Natur.

Über das so genannte „Fischer Pfädchen“ gehe ich durch idyllische Natur – kurz nach dem Einstieg in die Traumschleife also schon Entschleunigung pur!

Der Wanderweg führt nun weiter durch das Mannebachtal, einen schönen Waldsaumpfad entlang.

Mannebachtal

 

Am Ende des Mannbachtals steht das Wegekreuz „In der Sau“, ein aus dem Angang des 19. Jahrhunderts stammender Bildstock, der – aus vielen Einzelteilen neu zusammengesetzt – daran erinnern soll, dass hier früher einmal Weideschweine gehalten wurden.

Der Weg biegt nun ins „Fischerbachtal“ ab.

Fischerbachtal, Mannebach

In der Ferne wird schon das kleine Örtchen Fisch sichtbar.

Nach Durchqueren des Fischerbachtals muss ich mich leider von dieser schönen Täler-Idylle verabschieden. Der Weg biegt nach links ab in den Wald, es geht nun für ein kurzes Stück steil hinauf.

Schon kurze Zeit darauf führt der Weg wieder aus dem Wald heraus. Über Streuobstwiesen und ein kleines Wäldchen geht es weiter bis nach Fisch.

Fisch begrüßt mich mit seinem Lebensfluss. Hier hat sich die Dorfgemeinschaft für ihren Dorfpark etwas ganz besonderes einfallen lassen: Den Verlauf des menschlichen Lebens, dargestellt als eine Flusslauf. Je eine Sinnesbank am Angang und Ende des Gebiets laden zur Rast ein.

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Anschließend ist Fisch schnell durchwandert. Weiter geht es an Streuobstwiesen und abgeernteten Feldern vorbei Richtung Kümmern.

Blick zurück nach Fisch

Die Traumschleife führt nun leicht bergauf, hinauf zum Aussichtspunkt „Hosterbergblick“. An einer schönen Sinnesbank reicht der Blick nochmal zurück nach Filsch und bis zum Hosterberg mit seinem Haupthochwasserbehälter mit schönem Turm, der auf die Entfernung gerade noch zu erkennen ist.

 

Hosterberg mit Wasserturm

Der Weg führt nun weiter über einen herrlich idyllischen Tunnelpfad.

Dazwischen gibt das Gebüsch einen schönen Blick auf Mannebach frei.

Über einen Kilometer lang führt der „Tunnelweg“ weiter bis zum Aussichtspunkt „Moorblick“, ein Gebiet, dass auch heute noch in nassen Jahren mit Wasser aufgefüllt und das früher mit Schilf und Binsen bewachsen war. Der Blick reicht bis weit in den Hunsrück hinein.

„Moorblick“ Mannebach 111

Der Tunnelweg führt weiter und gibt durch sein dichtes Geäst immer wieder schöne Ausblicke frei.

Aussichtspunkt „Kolmet“
mit Aussicht vom Trierer Markusberg bis zum Schwarzwälder Hochwald

Ich gehe nun bergab ins „Schaufelstal“, ein idyllisches Seitental des Mannebachs mit schmalen Waldpfaden an einer steilen Schlucht entlang.

Das Schaufelstal wird durchquert.

Nochmal bietet sich die Möglichkeit zu einer letzten Rast.

Über schöne Feldwege und Waldsaumpfade führt der Wanderweg nun bis zum Freizeitgelände Mannebach. Von dort ist es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt der Tour.

Oberhalb des Freizeitgeländes Mannebach hat man noch einmal einen schönen Ausblick ins Mannebachtal.

Das letzte Stück des Wegs führt entlang der Straße zurück zum Parkplatz in Mannebach.

FAZIT:

Eine schöne, naturnahe und abwechslungsreiche Traumschleife, die Spaß macht! Dazu kommen vielen Infotafeln mit Wissenswertes zum Weg und der Umgebung. Hier hat sich wirklich jemand viel Mühe gemacht. Viele Sinnesbänke und Rastmöglichkeiten runden das schöne Bild ab.
Warum ALLE Beschreibungen im Internet den Wanderweg gegen den Uhrzeigersinn gehen, erschließt sich mir nicht ganz.
Ich war mit meiner Wahl, im Uhrzeigersinn zu laufen, sehr zufrieden und komme gerne wieder.

 

 

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Autor: Karin

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen (Johann Wolfgang von Goethe)

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