Unterwegs im Trierer Land

An Obermosel, Saar und Ruwer

Römische Weinstraße – Rundwanderweg R7 – Schleich – Pölich – Ensch

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Herbstzeit ist die Zeit für eine Wanderung auf einem der vielen Wanderwege der „Römischen Weinstraße“ – ob nun ein Moselsteig „Seitensprung“ wie der Klüsserather Sagensteig, der Moselachter oder der Longuicher Sauerbrunnen oder, wie heute, einer der 22 örtlichen, bestens ausgeschilderten Rundwanderwege – gerade im Herbst ist die Mosel immer wieder eine Reise wert …

    • Rundwanderweg der „Römischen Weinstraße“ – Bezeichnung: R7
    • Weg: Weinbergswege, Wirtschaftswege, etwas Asphalt
    • Länge: ca. 10 km
    • Schwierigkeitsgrad: leicht – mittelschwer
    • Start der Tour: Schleich (alternativ auch in Pölich oder Ensch)
    • Höhepunkte:  römische Wasserleitung Pölich, Ausblick auf die Staustufe Detzem, schöne Aussichten ins Moseltal
    • GPS Download HIER

Ich starte meine Wanderung im kleinen Moselörtchen Schleich. Man kann aber auch Pölich (Ortsmitte, Wasserleitung) oder Ensch (Campingplatz) für den Start der Tour wählen. Ich fahre von Trier aus an der Mosel entlang und befinde mich plötzlich in dickem Nebel … Herbstmorgen an der Mosel …

Direkt hinter dem Ortsschild von Schleich biegt eine Straße nach rechts ab, die ich ein kurzes Stück hinunter fahre. Auf der linken Seite befindet sich ein kleiner Parkplatz. Von dort ist es nicht weit bis zum Moselufer. Weitere Parkmöglichkeiten finden sich auch direkt am Moselufer.

Noch liegt typischer Herbstnebel über der Mosel, aber schon kämpft sich langsam die Sonne durch.

Der Rundweg „R7“ führt eigentlich durch die flachen Weinlagen am Moselufer entlang, zurück Richtung Pölich. Ich gehe in diesem romantischen Morgenlicht aber auf dem Damm, direkt zwischen Wein und Mosel entlang, und scheuche dabei eine Horde Nilgänse auf. Das sollte man aber nur bei trockenem Wetter machen. Bei größerer Feuchtigkeit kann es hier sehr matschig und sumpfig werden.

Dann biege ich nach rechts ab, verlasse erst einmal die Mosel und gehe durch die flachen Weinberge Richtung Pölich. Innerhalb kürzester Zeit hat nun auch die Sonne den Nebel „aufgefressen“ – es verspricht ein herrlicher Herbsttag zu werden.

 

Auf meinem Weg durch Pölich komme ich an den Überbleibseln eines römischen Wasserleitungsstollens vorbei. Er ist in einem kleinen Teil für den interessierten Besucher freigelegt und durch Schautafeln erklärt.
Die Wasserleitung diente zu Zeiten der Römer zur Versorgung eines schönen Landsitzes. Auf diese „pulchra villa“ wird der Ortsname zurückgeführt.

Die „Pulchra Villa“ (Quelle/Foto: HVV Pölich)

 

Langsam geht es auf einem Asphaltweg nun hinauf in die Weinberge. Am Wegesrand begleiten mich vor allem Wein (natürlich) und viele Lavendelfelder. Je höher ich komme, desto schönere ist die Sicht auf die flachen Weinanlagen, die Mosel und die Detzember Weinberge. Allzu große Höhenunterschiede sind auf diesem Weg nicht zu meistern, trotzdem ist der Ausblick auf die herbstliche Mosellandschaft wunderschön anzusehen.

An einer kleinen Kapelle bietet sich nicht nur ein schöner Blick hinab ins Moseltal sondern auch die Möglichkeit zu einer kleinen Rast. Bänke sind auf diesem Weg nämlich nicht allzu oft zu finden.

Kurz hinter der Kapelle verlasse ich den Asphaltweg und biege auf einen Wirtschaftsweg ab, auf dessen linker Seite alte Schiefermauern von verlassenen Weinbergen zeugen. Der Weg führt nun kurz etwas abseits des Moseltals durch lichten Wald.

Nach kurzer Zeit hört der Wald auch schon wieder auf, der Weg führt nun oberhalb der Weinberge entlang mit wunderschöner Sicht in die gesamte Umgebung.

Weiter geht es an der Hangkante entlang.

Zur Linken mit schönster Aussicht ins Moseltal mit Blick auf Detzem bis Klüsserath in der Ferne – oberhalb von Klüsserath bin ich ja auch schon einmal unterwegs gewesen, auf dem Klüsserather Sagensteig.

Blick ins Moseltal von Detzem bis Klüsserath

Zur Rechten – direkt unterhalb des Wegs – mit Blick auf Pölich und die Detzemer Staustufe.

Pölich und Staustufe Detzem

Weinberge und Wald wechseln sich ab. Ich gehe nun wieder durch schönsten Wald, hin und wieder mit einer Gelegenheit, hinunter auf die Mosel zu schauen.

Detzem/Mosel

Wieder komme ich an alten Weinbergsmauern vorbei – hier erobert sich auf sehr anschauliche Weise die Natur ihre Welt zurück. Auf schönen, breiten Wegen führt der Weg entlang der Höhe mit immer wieder wunderbarem Blick ins weite Tal.

Langsam führt mich der Weg wieder hinab, Richtung der kleinen Ortschaft Ensch. Durch den Ort hindurch mache ich nun einen Bogen zurück und gehe gemächlich an der Mosel entlang wieder zurück nach Pölich.Ensch mit Sonnenblumenfeld

Der Weg führt mich dabei unter anderem durch ein wunderschönes Sonnenblumenfeld, durch flachen Wein und zeitweise auch ganz nah an der Mosel entlang.

Ich komme an der Detzemer Staustufe vorbei und erreiche schließlich in Pölich wieder meinen Parkplatz.

 

FAZIT:

Ein leichter Rundweg für (fast) jedermann. Ohne große Schwierigkeiten und Höhenunterschiede, dafür aber dennoch mit prachtvoller Aussicht ins Moseltal. Vor allem an einem sonnigen Tag im Herbst ein Rundweg zum „Genusswandern“.

Autor: Karin

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen (Johann Wolfgang von Goethe)

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