Unterwegs im Trierer Land

An Obermosel, Saar und Ruwer

Aussichtsreich über dem Tal der Sauer

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Obwohl so nah ist mir das Gebiet der äußersten Südeifel, also die „Ecke“ zwischen Sauer und Mosel, bisher noch relativ unbekannt. Ich habe mir vorgenommen, dass sich das in diesem Jahr auf jeden Fall ändern soll, denn das Gebiet ist landschaftlich äußerst reizvoll und hat auch einige wunderschöne Wanderwege zu bieten. Nachdem ich im letzten Herbst schon den Möhn-Träg-Weg gegangen bin, zieht es mich heute nach Langsur-Mesenich, kurz bevor die Sauer in die Mosel mündet …

    • Start: Mesenich-Langsur
    • Weg: überwiegend Asphalt, etwas Wirtschafts- und Wiesenwege
    • Länge: 10 km
    • Schwierigkeitsgrad: leicht
    • Höhepunkte: Aussicht ins Sauertal bis nach Luxemburg, Römisches Bad Mesenich, Kreuzweg Mesenich, Gedenkkreuze unterwegs
    • GPS Download: HIER
    • Einkehrmöglichkeit: Restaurant Johannishof in Mesenich oder auf der Rückfahrt Restaurant Igeler Säule in Igel (Öffnungszeiten und Ruhetage beachten!)

Ich fahre Richtung Luxemburg, aber statt nach links über die Brücke Richtung Mertert zum Tanken zu fahren, bleibe ich weiterin auf der Straße gradeaus. Ich passiere Langsur und erreiche kurz danach Mesenich. Bevor ich in den Ort hineinfahre biege ich von der Hauptstraße rechts ab, fahre dann direkt nochmals rechts und habe schon den Parkplatz an der Römischen Badanlage erreicht.

Römische Badanlage bei Mesenich

Die Römische Badanlage ist ein Fundstück aus dem Jahr 2008, welches bei Ausschachtungsarbeiten an einer ganz anderen Stelle von Mesenich gefunden worden ist. An der Fundstelle konnte sie aber nicht bleiben. Das Mauerwerk dieses Kaltbades war so gut erhalten, dass man es dort, wo es gefunden wurde, abgetragen hat und hier neben dem Parkplatz wieder aufbaute.

Los geht’s ab Parkplatz über die Trierer Straße erst ein Stück nach Mesenich hinein.

Der Weg ist markiert mit dem Logo der VG Trier-Land, einem grünen Baum, sowie „Langsur 1“.

Wenig später biege ich nach rechts ab, es geht langsam den Berg hinauf. Ich komme dabei an hübschen Streuobstwiesen und einer alten, pittoresken Steinmauer vorbei, der Weg führt gemächlich, ohne anstrengend zu werden, weiter hinauf.

Blick zurück über die Dächer von Mesenich ins Tal der Sauer bis nach Langsur

Mit jedem weiteren Schritt gewinne ich schnell an Höhe, der Blick zurück wird immer weiter.

Blick zurück auf Mesenich

Schöner Blick auf Mesenich, links, parallel zur Straße, halb versteckt hinter Bäumen, die Sauer

Mesenich/Sauer


Dann kommt ein markanter Felsen, der aus einer Streuobstwiese herausragt, in Sicht und hier muss man ein wenig aufpassen, denn der Wegweiser ist hier (meiner Meinung nach) etwas verwirrend: Der Weg geht hier nicht weiter geradeaus, sondern biegt nach rechts ab. Ich verlasse also für ein kleines Stück des Wegs den Asphalt und gehe weiter durch schöne Streuobstwiesen mit herrlichem Blick Richtung Sauer, Mosel und Luxemburg.

 

Auf der Höhe mündet der schöne Wiesen- und Wirtschaftsweg dann wieder auf eine Asphaltstraße, der ich nach links folge. Für eine kurze Zeit kann ich nach rechts ins Tal hinunter einen Blick auf die Mosel erhaschen.

Die Straße windet sich sanft über die Höhen, die Landschaft ändert sich dabei nur wenig. Viel Wiesen- und Weideland begleitet meinen Weg, dazwischen auch einmal kleine Wäldchen, durch das, bei noch wenig Belaubung, die Sonne blinzelt. Zu dieser Jahreszeit hat man auch einmal die seltene Gelegenheit, kleine Kälbchen auf der Weide zu sehen.

Landleben oberhalb von Liersberg

Entlang des Weges sehe ich einen der vielen Gedenksteine und -kreuze der Gegend. Der Heimat- und Kulturverein Igel hat jeweils neben den Gedenkkreuzen eine kleine Schautafel mit Wissenswertem angebracht. Für den Wanderer interessante Zusatzinformationen!

 

Der lichte Waldboden ist zu dieser Jahreszeit bedeckt mit Buschwindröschen. Ein hübscher Anblick!

Blick über Liersberg Richtung Moseltal und Saarland

Liersberg

Der Weg windet sich jetzt noch einmal ein Stück hinauf, bis der höchste Punkt erreicht ist. Der Blick zurück reicht bis Wasserbillig und weit nach Luxemburg hinein. Dann geht es hinein in ein kleines Wäldchen und langsam höre ich die nahe Autobahn, deren Geräusche mich nun eine Zeitlang begleiten werden …

Nachdem das Wäldchen durchquert ist folge ich dem Weg nach links. Es geht ein Stück an der Kreisstraße K1 entlang, dann macht der Weg wieder einen Linksbogen und führt langsam Richtung Sauertal zurück. Unangenehm sind die ersten ca. 5 Minuten, die parallel der Autobahn (!) entlangführen, von dieser nur durch einen schmalen Streifen mit Büschen getrennt. Kein sehr schönes Wegestück, also, schnell hinab und die Autobahn hinter sich lassen.

Wanderweg in Reichweite der Autobahn …

Gott sei Dank biegt der Weg langsam wieder Richtung Wiesen und Weiden ab. Die Autobahngeräusche bleiben einem noch eine Weile erhalten, aber die Umgebung wird schnell wieder „natürlich“ und wider Erwarten sogar richtig schön, mit weiten Aussichten Richtung Luxemburg und Schlüsselblumen am Wegesrand – ein sehr idyllisches Wegstück!

Nachdem ich nun wieder zurück Richtung Sauertal gehe, kommt auch das Tal mit der tollen Aussicht Richtung bis nach Luxemburg wieder in Sichtweite.

Jetzt kann man sogar Mosel und Sauer gleichzeitg sehen.

Blick oberhalb Mesenichs auf Mosel und Sauer

Auf dem Weg hinunter Richtung Mesenich komme ich an einem Kreuzweg vorbei. Die immer noch vollständig erhaltenen Sandsteinstationen eines Steinmetzes aus Grevenmacher führen durch den Wald hinauf zur Mutter-Gottes-Kapelle (siehe auch Datenbank Roscheider Hof).

Auf dem Weg hinab immer wieder schöne Ausblicke auf das Sauertal bis nach Wasserbillig.

Wasserbillig

Kurz bevor ich wieder den Ort erreiche, komme ich noch an einem „Kinderhain“ vorbei. Hier werden jedes Jahr kleine Bäume für die im vergangenen Jahr geborenen jüngsten Gemeindemitglieder gepflanzt.

Unten im Tal angekommen sind es nur noch wenige Meter Richtung Kirche und durch Mesenich hindurch, zurück zum Parkplatz.

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Autor: Karin

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen (Johann Wolfgang von Goethe)

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