
Die Traumschleife „Arten Reich“ ist noch relativ jung und wurde als Nachfolgerin zur nicht mehr existenten Traumschleife „Wasser, Dichter, Spuren“ konzipiert, die lt. der Tourist-Information Thalfang aufgrund von umfangreichen Forstarbeiten nicht mehr begehbar war. So erstand dann die neue Traumschleife „Arten Reich“, die ich euch heute gerne einmal vorstellen möchte …
- Traumschleife „Arten-Reich“
- knapp ca. 10 km
- Weg: Wald- und Wirtschaftswege, Pfade, etwas Asphalt
- Schwierigkeitsgrad: leicht – mittelschwer
- Erlebnispunkte Deutsches Wanderinstitut: 76 Punkte
- Höhepunkte: Die Aussicht!, verschiedenartige Kulturlandschaften (insbesondere Streuobstwiesen)
- GPS Download HIER (Alltrails) oder HIER (komoot)
Die Tour beginnt am Campingplatz Heidenburg – hier stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Ich gehe, wie vom Navi empfohlen, die Tour entgegen dem Uhrzeigersinn, sie ist aber, da ohne ganz große Herausforderungen, in beide Richtungen ähnlich gut begehbar und natürlich gut ausgeschildert.
Zu Beginn verläuft der Weg durch vielen Streuobstwiesen – die Bäume hängen jetzt im Spätsommer voller Äpfel und Birnen, Brombeersträucher und reifer Holunder säumen den Wegesrand, außer den morgendlichen Geräuschen vom Campingplatz, an dem ich vorbeigehe, ist es sehr ruhig.

Integriert in die Traumschleife ist der Heidenburger Schmetterlingspfad. Am Wegesrand findet man immer wieder liebevoll gestaltete, informative Schautafeln, die über Flora und Fauna unterrichten.
Dann weitet sich der Blick ins nebelverhangene Moseltal bis in die Südeifel und nach Luxemburg. Ganz unverhofft kommt man sogar an einer Stelle vorbei, wo man nicht nur die Weinberge der Mosel, sondern auch den Fluss direkt sehen kann.

Das Wandern durch diese weitläufige Kultur- und Naturlandschaft ist ein Genuss – mal geht es an früchte-behangenen Streuobstwiesen vorbei, dann wieder durch lichte Laubwäldchen und Nadelwald, durch die die Sonnenstrahlen blitzen.


Der Weg ist nicht schwer aber es folgt ein stetiger Wechsel von bergab und bergan wandern, dann geht es langsam immer weiter nach oben, bis zum Rastplatz mit Tisch und Bänken sowie einer schönen Sinnesbank an der höchsten Stelle der Tour.

Von hier aus hat man fast einen Rundumblick: Moseltal und Eifel …

… Richtung Westen das Örtchen Büdlich, dann Saargau und Luxemburg


Schöner Blick auf Heidenburg

Vom höchsten Punkt gehe ich nun weiter durch Felder mit hohem Gras erst leicht, dann recht steil bergab. Zuerst ist der Weg recht breit durch die Felder, doch dann muss man etwas aufpassen, dass man die Abzweigung nach rechts auf einen schmalen Pfad durch das hohe Gras nicht verpasst!

Durch hohes Gras auf einem kaum sichtbaren Pfad – schmal und, wie gesagt, steil – nach unten.

Am Büdlicher Bach entlang – den ich aber zu dieser Jahreszeit und trotz der letzten recht regnerischen Wochen weder höre noch sehe – erstreckt sich ein wunderschöner, ruhiger Pfad durch ein ein lichtes Wäldchen – ein sehr schöner Wegesabschnitt.

Kurz vor dem Ziel gehe ich nochmal an schönen Streuobstwiesen vorbei.

Und dann ist die Tour auch schon wieder zu Ende – ich erreiche den Campingplatz Heidenburg.
FAZIT:
Mir hat diese Traumschleife sehr gut gefallen, was natürlich auch immer mit den eigenen Ansprüchen zusammen hängt. Ich habe die Ruhe, die Weitblicke ins Moseltal bis weit in die Eifel und nach Luxemburg sehr genossen. Die Traumschleife kommt ohne große Höhepunkte daher, punktet jedoch mit Ihrem Augenmerk auf die Natur der Umgebung (Streuobstwiesen, naturnahe Pfade, Wald) und den vielen Informationstafeln zu Flora und Fauna am Wegesrand.