Unterwegs im Trierer Land

Wandern an Obermosel, Saar & Ruwer

Stein & Wein Panorama-Erlebnisweg Fell (Moselsteig-Seitensprung)

3 Kommentare

Der Erlebnisweg „Stein & Wein“ führt rund um Fell und bietet dabei neben fantastischen Panorama-Aussichten. Das Besondere an diesem Wanderweg sind hier aber die vielen verschiedenen Kunst- und Wissens-Stationen zum Thema Mensch und Natur. Trotz der „nur“ ca. 5 km Länge sollte man also genügend Zeit einplanen, denn hier ist also definitiv der Weg das Ziel …

    • „Moselsteig Seitensprung“ Rundwanderweg
    • ca. 5 – 6 km (mit Abstecher zur Kapelle etwas mehr)
    • Weg: Weinbergswege, Wirtschaftswege, etwas Asphalt
    • Schwierigkeitsgrad: leicht
    • Höhepunkte: Der Weg mit seinen vielen Kunst- und Informationsstationen, Panorama von Fell bis ins Moseltal
    • GPS Download HIER (komoot) oder HIER (Alltrails)

Heute, an einem Sonntag, parke ich auf dem kleinen Parkplatz oberhalb der Sparkasse. In Kürze soll es auch möglich sein, direkt am Beginn des Wanderwegs zu parken. Bis zum Startpunkt des Wegs sind es vom Sparkassen-Parkplatz nur ein paar Meter den Berg hinauf. Der Weg läuft oberhalb von Fell und schon vom Start weg hat man eine tolle Sicht auf den Ort mit seiner markanten Kirche Sankt Martin.

An einem schönen, jetzt im Sommer gerade blühenden, Lavendelfeld beginnt der Wanderweg

Die ursprüngliche Idee zu diesem Wanderweg, bei dem es eben nicht nur ums Wandern, sondern auch um Schiefer, Flora und Fauna geht, stammt vom Verein Feller Maximiner Wein. Unterstützung erfolgte durch viele helfende Hände und Organisationen. Künstlerisch liebevoll gestaltete Zeichnungen von Christine Britz und Reiner Krämer sowie Skulpturen des Schnitzkünstlers Martin Morbach runden das Projekt ab.

Ich gehe den Weg gegen Uhrzeigersinn. Eröffnet wird der Weg mit dem kleinen Weingebiet PIWI. PIWI steht für „pilzwiderstandsfähig“ und beschreibt Reben, die resistent gegen Pilzkrankheiten sind.

Oberhalb von Fell mit schöner Sicht ins Tal

An der Steinmauer zur Linken sind viele Schiefertafeln mit Grüßen in allen möglichen Sprachen aufgereiht.

Der Weg lädt zum gemütlichen Schlendern ein und ganz nebenbei lerne ich so einiges über den Sinn und Zweck von Weiden im Weinberg, die vielen verschiedenen Beerenarten, die hier in liebevoller Kleinarbeit angebaut wurden, wie z.B. die Taybeere (einer Kreuzung aus Himbeere und Brombeere), die Bedeutung von Wildobst und dass sie mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte enthalten, wie Vogelkirsche, Schlehe, Weißdorn, dass Streuobstwiesen zu den artenreichsten Biotopen Mitteleuropas gehören und und und …

Immer wieder kann man in den Steinmauern geschnitzte oder gezeichnete Tiere entdecken … wenn man sich Zeit nimmt und genau hinschaut …

Bei „Aufm Layenkopf“ erreiche ich einen schönen Rastplatz mit Bänken und Tischen und herrlicher Aussicht

Auf meinem weiteren Weg komme ich an einem Wunschbaum vorbei, der auf eine alte Tradition der Kelten zurückgeht, und an dem man Stoffstücke mit Wünschen aufhängen kann. So wie diese verwittern, sollen auch die Sorgen und Nöte verwittern.

Nun folgen Tafeln mit Bauernsprüchen zu jedem Monat des Jahres

An einer Wand mit Schiefertafeln kann man ebenfalls seine Wünsche und Gedanken festhalten, einige haben das auch schon getan ….

Zur Rechten biegt dann ein ca. 150m langer, recht steiler Fußweg hinab zur Maria Hilf Kapelle. Der Weg endet direkt an der Landstraße. Hier sollte man etwas aufpassen, denn es wird ganz schön schnell gefahren …

Ob sich der Abstieg lohnt, muss jeder selber entscheiden, schließlich muss man auf dem gleichen Weg auch wieder zurück.

Das Fellertal ist, wie ich weiterhin lerne, ein Fledermausreservat. Hier kommen nahezu alle 25 in Deutschland bekannten Fledermausarten vor (oder werden zumindest hier vermutet ….) Auf der weiteren Wegstrecke im „Fledermauswald“ werden die einzelnen Arten, von Mücken- bis Mopsfledermaus, detailliert vorgestellt.

Dann macht der Weg eine scharfe Linkskehre, es geht langsam bergauf. Über 70 verschiedene, teilweise sehr seltene Wildobst-Sorten wurden hier angepflanzt und werden auf dem weiteren Weg vorgestellt, anschließend folgen Streuobstwiesen und ein Bienenschaukasten.

Blick von der Höhe auf Fell Richtung Mosel

Schöner Rastplatz mit Sinnesbank und Aussicht

Im weiteren Verlauf des Wegs ist, ein paar Schritte abseits des Weges, sogar ein Blick durch die Bäume auf Mosel möglich

Bevor es zurück zum Start geht bietet sich noch einmal ein weiter Blick ins Moseltal bis nach Schweich

Ein Barfuß-Parcours von Feller Firmlingen mit Unterstützung des Feller Maximiner Vereins schließen den Rundweg ab.

FAZIT:

Natur, Kunst und Information machen diesen Weg zu einer kurzweiligen Runde, wobei das Sehenswerte und Informative immer wieder zu Pausen einlädt. Ein Weg für die ganze Familie, den man ruhig öfter mal gehen kann – man entdeckt immer wieder Neues.

Avatar von Unbekannt

Autor: Karin

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen (Johann Wolfgang von Goethe)

3 Kommentare zu “Stein & Wein Panorama-Erlebnisweg Fell (Moselsteig-Seitensprung)

  1. Avatar von exuberantrebelf118cd29d0

    Gute Tag Karin,

    deine Zeilen über deine Wege setzten einen Sinn für alles schöne in der Natur voraus. Kleiner Tip von mir,,,das Tal der wilden Endert von Ulmen nach Cochem,,,Dieser Weg würde dir gefallen. Mir hat er Kraft und Energie gegeben,vor 4 Wochen bei wunderschönem Sonnenschein.

    Schöne Grüße Heinz d.Pilger

    • Avatar von Karin

      Hallo Heinz,

      vielen lieben Dank! Auch für deinen Tipp. Hört sich auf jeden Fall sehr schön an. Wir haben wirklich Glück – unsere Region ist einfach wahnsinnig reich an schönen, abwechslungsreichen Wanderwegen.

      LG Karin

      • Avatar von exuberantrebelf118cd29d0

        Stimmt Du hast recht auch das Siebengebirge mit seinen Ausläufern und herrlichen weitblicken ist perfekt.Hier führt der Rheinsteig durch.VG.Heinz.d.P.

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