Unterwegs im Trierer Land

Wandern an Obermosel, Saar & Ruwer

Moselsteig-Seitensprung „Meulenwaldto(u)r“ Schweich

5 Kommentare

Es ist heiß in der Region und zum Wandern bietet sich bei diesem Wetter natürlich der Wald an. Mit dem Landschaftsschutzgebiet Meulenwald haben wir ja am Rand von Trier diese Möglichkeit direkt vor der Haustür. Die Meulenwaldto(u)r Schweich ist ein relativ junger Rundwanderweg im Rahmen des Moselsteig-Seitensprung-Wegenetzes, der zum größten Teil durch den Wald führt und für diesen Tag perfekt geeignet ist …

  • Moselsteig Seitensprung „Meulenwaldto(u)r Schweich“
  • ca. 10,5 km
  • Weg: Wirtschaftswege, Waldwege, einige Waldpfade, kaum Asphalt
  • Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
  • Erlebnispunkte Deutsches Wanderinstitut: 58 Punkte
  • Höhepunkte: Der Meulenwald, Kaiserhammerweiher, Aussichtspunkt Meulenwald-Moselblick, Heilbrunnen mit Kapelle und Kreuzweg
  • GPS Download HIER (Alltrails) oder HIER (gps-tour.info)

Es gibt mehrere Möglichkeiten, in diese Tour „einzusteigen“. Haupt-Startpunkt ist am Parkplatz Heilbrunnen Nähe Schweich, aber es gibt auch Parkmöglichkeiten am Forstamt in Quint oder am Kaiserhammer-Weiher.

Ich beginne meine Tour am Forstamt Trier-Quint. Das Forstamt kümmert sich nicht nur um alle alltäglichen Belange des Meulenwalds, sondern bietet auch jedes Jahr ein umfangreiches Veranstaltungs-Programm an.

Ob Familienfeste, Kräuterwanderungen, Klimawandel oder Waldbaden, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei (zum Veranstaltungskalender HIER).

Am Forstamt beginnt auch der „Baum-Welt-Pfad“. Auf dieser Strecke wurden viele wenig bekannte, teils exotische, Baumarten gepflanzt, die man auf diesem Weg anhand von erklärenden Schautafeln studieren kann. Dazu gehören zum Beispiel die Weihrauchzeder, die Braunmaserbirke oder (der hat es mir besonders angetan 😉 der Kuchenbaum … (Flyer „Baum-Welt-Pfad“ HIER)

Weiter geht es durch lichten Wald Richtung Kaiserhammer-Weiher

Der Weiher des Ehranger Angelvereins liegt idyllisch am Wegesrand. In den 70er Jahren hat der Verein den ehemaligen Klöckner-Werken, denen der Weiher als Kühlwasser-Reservoire diente, abgekauft. Baden ist hier streng verboten, die Aussicht und Ruhe des Weihers auf einer der schönen Bänke zu genießen aber ausdrücklich erlaubt …

Nach dem Kaiserhammer-Weiher folgt auf der der Mosel abgewandten Seite des Wanderwegs die ruhigste und einsamste Passage des Rundweges. Teilweise verläuft der Weg auf breiten Wald- und Wirtschaftswege, teils auf schmalen, idyllischen Pfaden.

Dann geht es stetig bergauf, bis der höchste Punkt der gesamten Tour, der „Buchenheld“ Rastplatz, erreicht ist. Hier bietet sich nach dem doch recht herausfordernden Streckenabschnitt die Möglichkeit, kurz zu verschnaufen, bevor es – wieder ein Stück bergab – zum „Höhepunkt“ der Tour, dem „Meulenwald Moselblick“ geht.Rastplatz „Buchenheld“

Am Aussichtspunkt „Meulenwald-Moselblick“  laden viele Bänke und Picknicktische den Wanderer zu einer längeren (oder auch langen) Pause ein. Der Blick reicht ins Moseltal nach  Schweich, über die Weinberge der Mosel bis zu den ersten Höhen des Hochwalds. Die Mosel selber ist allerdings nur schwer auszumachen. Eine Panoramatafel hilft, alle Sehenswürdigkeiten.

Zum Vergrößern auf’s Bild klicken!
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Der „Meulenwald-Moselblick“ entstand aus einer Waldbrandfläche des Jahres 2020.

Im Frühjahr 2021 wurden die verbrannten Bäume beseitigt, die Baumstümpfe entfernt und mit Douglasien- und Robinienstämmen ein Steg und die Bänke gebaut.

Forstwirtschaftsmeister und deren Forstwirt-Azubis haben dann die Liegebänke und Picknicktische fertiggestellt.

Angeflammte Kastanienpfähle wurden am Wegesrand zur Erinnerung an den Waldbrand aufgestellt.

Nach einer wohlverdienten Rast geht es ein kleines Stück über naturnahe Pfade bergab zum nächsten Highlight, dem Wallfahrtsort „Heilbrunnen“ mit der dazugehörigen Marienkapelle.

Ein Teil dieses Streckenabschnitts durchs Tal ist zur Zeit (Stand: September 2024) gesperrt. Warum, wird nicht erklärt. Man muss hier einen kleinen Umweg in Kauf nehmen, der aber gut ausgezeichnet ist und über einen breiteren Wirtschaftsweg verläuft.

Der Umweg hat den Vorteil, dass man sich nun Heilbrunnen und Kapelle über den Kreuzweg nähert. Der Kreuzweg führt über 14 Stationen durch eine Baumallee und endet an Heilbrunnen und Kapelle.

Der regionale Wallfahrtsort „Heilbrunnen“ entstand der Legende nach durch einen Mann, der durch das Quellwasser von seinem Hautleiden erlöst wurde. Die heutige Anlage wird vom Heimatverein Schweich betreut. Tatsächlich suchen auch heute noch viele Menschen die Quelle auf, um sich das besonders gute „Heil“-Wasser in Flaschen abzufüllen.

Nach der Besichtigung der Kapelle mit der Möglichkeit zum kurzen Innehalten (30.000 ! Kerzen werden hier im Jahr verbraucht) führt der Weg weiter bergab (die Umgehung endet hier) zur Freizeitanlage Schweich.

Hier wandert man durch ein Feuchtbiotop für Wasservögel und Amphibien und kommt an einem Kneipp-Tretbecken mit Armbecken vorbei, die mit Quellwasser der Heilquelle versorgt werden. Viele Ruhebänke und Picknickplätze bieten Möglichkeiten zur Rast.

Am Parkplatz der Freizeitanlage/Heilbrunnen lässt man den Meulenwald kurzzeitig hinter sich und läuft eine kleine Wegstrecke über Asphalt, an Wiesen und Äckern vorbei.

Aber schon bald endet der Asphalt und es folgt zum Abschluss der Rundtour nochmals eine schöne Strecke durch Wald

In diesem Wald erwartet mich an einer Bank auch nochmals ein überraschendes Highlight der Tour. Durch eine Lichtung im Wald kann man zur Linken einen wunderschönen Blick ins Moseltal werfen. Ein tolles Highlight zum Abschluss!

Bis zu meinem Startpunkt am Forsthaus Trier-Quint ist es nun nicht mehr weit.

FAZIT: Die Rundtour führt hauptsächlich durch den Wald, ist darum für heiße Sommertage (aber natürlich nicht nur dann) bestens geeignet. Im Großen und Ganzen ist die Strecke – inklusive Umleitung – gut markiert. Mit dem Baum-Welt-Pfad, dem Kaiserhammer-Weiher, der Aussicht am Meulenwald-Moselblick, dem Heilbrunnen, Kapelle und Freizeitanlage sowie dem Moselblick am Ende der Tour gibt es zwischendurch immer wieder Höhepunkte. Auch Rast- und Picknick-Plätze sind ausreichend vorhanden. Da der Meulenwald ja ein Landschaftsschutzgebiet ist, geht es überwiegend über bereits vorhandene Wald- und Wirtschaftswege – mehr Zeit also, mal in die Gegend zu schauen und nicht nur auf die Füße … So nahe bei Trier auf jeden Fall einen Ausflug wert.

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Autor: Karin

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen (Johann Wolfgang von Goethe)

5 Kommentare zu “Moselsteig-Seitensprung „Meulenwaldto(u)r“ Schweich

  1. Avatar von Unbekannt

    Wunderschöner Artikel und tolle Bilder. Ich bin den Weg schon zweimal gelaufen und dachte bei der ersten Tour von Anfang bis Ende: „Einfach schön!“ Habe übrigens auch schon über die Wanderung geschrieben und jüngst frische Bilder mit meiner großen Kamera eingefangen. LG, Anna vom Reiseblog JourneyVersum (www.journeyversum.com)

  2. Avatar von Unbekannt

    Super, wieder mal eine Tour-Empfehlung von Ihnen. Dankeschön.

    Wird gleich morgen mit Freunden in Angriff genommen. 🙂

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